Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Vollversammlung der Internationalen Vereinigung der Lepra-Hilfswerke

Weltweit führende Lepra-Experten in Würzburg

Die weltweit führenden Lepra-Experten treffen sich in Würzburg zur Vollversammlung der Internationalen Vereinigung der Lepra-Hilfswerke (ILEP). Zwischen dem 25. und 27. März werden die Verantwortlichen der 14 ILEP-Mitglieder ihre neue Strategie im Kampf gegen Lepra ausarbeiten und die Weichen stellen für die Arbeit der kommenden Jahre.

Internationaler Kongress in neuen Räumen

Rund 50 Teilnehmer aus 30 Ländern wird Burkard Kömm, Geschäftsführer der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in der neuen Zentrale begrüßen können. Erst vor neun Monaten hat die DAHW die neu gebauten Räume in der Raiffeisenstraße 3 bezogen. Mit der Vollversammlung der ILEP wird dort zum ersten Mal ein internationaler Kongress stattfinden.

Workshops und Mitgliederversammlungen

Die technische Kommission sowie der Vorstand werden sich in der DAHW-Zentrale beraten, während die Workshops der Länder-Koordinatoren sowie die eigentliche Mitgliederversammlung im Kolpinghaus stattfinden. „Für alle Veranstaltungen gleichzeitig wäre unsere Zentrale dann doch zu klein“, so DAHW-Chef Kömm, „aber es entlastet das Veranstaltungsbudget doch sehr, dass wichtige Meetings in unserer Zentrale stattfinden und wir dabei unsere eigene Technik nutzen können.“

Über alle Grenzen hinweg aktiv

Inhaltlich wird es darum gehen, die erst Ende des vergangenen Jahres beschlossene neue ILEP-Strategie mit Leben zu füllen. Kömm, selbst ILEP-Vorstandsmitglied, betont: „Schon lange haben wir diskutiert, was die ILEP künftig leisten kann und soll. Jetzt, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Lepra als vernachlässigte Tropenkrankheit (Neglegted Tropical Disease, NTD) eingestuft hat, wird es immer wichtiger, dass wir über alle Grenzen hinweg aktiv sind.“

Neue Strategie

Die neue Strategie umfasst insgesamt sechs Punkte. Die ersten drei sind für die Arbeit vor Ort bestimmt: Übertragungswege stoppen, Behinderungen vermeiden und Barrieren für die Inklusion der betroffenen Menschen abbauen. Die drei weiteren Punkte betreffen die Rolle der ILEP als Anwalt der betroffenen Menschen: Die Zusammenarbeit von Mitgliedern sowie mit anderen Organisationen weiter entwickeln, die eigene Arbeit besser und effektiver managen sowie das Profil der Lepra-Arbeit stärken.

In den Workshops werden die Lepra-Experten die neue Strategie anhand dieser Eckpunkte mit Leben füllen. „Ich erhoffe mir Visionen, die uns anspornen sowie realistische Zielsetzungen, die uns niemals Hoffnungslos werden lassen“, so DAHW-Chef Kömm zu den drei wichtigen Lepra-Tagen in Würzburg.

Diese Meldung beruht auf einer Presseinformation der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V.

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