Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

IC-Anschluss ab 2028 für Schweinfurt

Verbesserung der Fahrtstrecken

Im schnellsten Fall dauert eine Zugfahrt mit einmal Umsteigen von Schweinfurt nach Stuttgart zwei Stunden und 52 Minuten. Das will die Bahn laut Angaben der Main Post nun ändern und kündigt Verbesserungen für diese Fahrtstrecke an. Schweinfurt wird zusammen mit weiteren 24 Städten in Deutschland ab 50 000 Einwohnern ans Intercity-Netz angeschlossen. Auch Heilbronn, die Stadt am Neckar, die seit Jahren darum kämpft, bekommt den Intercity – Anschluss.

Umsetzung erst 2028

Mit den neuen Intercity – Anschlüssen ist die Schwabenmetropole schneller erreichbar, denn der Intercity ist in der Regel schneller als der Regionalexpress und soll zukünftig im Zweistundentakt über die Frankenbahn verkehren. Bahnreisende müssen sich jedoch noch gedulden, bis es soweit ist, denn bis der IC-Anschluss umgesetzt ist, dauert es 13 Jahre. Die angekündigte Groß-Offensive der die Bahn, den Fernverkehr auch in die Regionen zu bringen, wird in Schweinfurt sowie in Heilbronn erst bis Dezember 2028 realisiert.

Bis 2018 barrierefreier Hauptbahnhof

Schweinfurt freue sich auf „eine weitere positive Entwicklung“ im Bahnverkehr, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé nach Angaben der Main Post. Im Dezember soll mit dem Main-Spessart-Express die Linie von Bamberg über Schweinfurt, Würzburg, Gemünden und Aschaffenburg nach Frankfurt starten, womit es eine Direktverbindung in die hessische Mainmetropole geben wird. Bis 2018 wird zudem der Schweinfurter Hauptbahnhof barrierefrei saniert werden.

Zwölfmillionen Euro für Kundenoffensive

Mit der Ausweitung des Fernverkehrsnetzes um 25 Prozent sollen bundesweit bis 2030 laut Personenverkehr-Vorstand Ulrich Homburg 50 Millionen Fahrgäste mehr pro Jahr mit ICE oder IC unterwegs sein als heute. Dafür investiert die Bahn Zwölf Millionen Euro in ihre Kundenoffensive in den nächsten 15 Jahren, um so der steigenden Konkurrenz, etwa durch Fernbusse, zu begegnen, die den Staatskonzern derzeit unter Druck setzt.

Bahnchef Rüdiger Grube stelle sich allerdings auf ein langsames Wachstum ein, auch wenn er am Donnerstag in Berlin einen Rekord verkündete. Deutsche Reisende legten demnach im vergangenen Jahr 2,03 Milliarden Fahrten mit der Bahn zurück, was umgerechnet 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr sind.

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