Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Equal Pay Day: Rosenthal fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Über Geld spricht man nicht?

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist seit mehr als 60 Jahren im Grundgesetz verankert. In der Gesetzgebung ist dies der Fall, im Geldbeutel schlägt sich dies jedoch kaum nieder. Der Equal Pay Day am Freitag, den 20. März, rührt an ein Tabu: Noch immer gibt es einen erheblichen Unterschied in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen.

Aktionstag „Equal Pay Day“

Mit stolzen 26 Prozent Lohnunterschied ist Bayern in Deutschland trauriger Spitzenreiter in Sachen ungerechter Entlohnung. Andere Länder sind hier deutlich besser: In Frankreich beläuft sich die Lohnlücke gerade mal auf 15 Prozent. „Leider ist es immer noch nötig, mit einem Aktionstag gegen die Lohndiskriminierung von Frauen zu kämpfen“, stellt SPD-Landtagsabgeordneter Georg Rosenthal fest. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Würzburg setzt er sich für Lohngleichheit ein. „Die Bezahlung muss der Leistung entsprechen, das Geschlecht darf keinerlei Rolle spielen“, sagt Rosenthal.

14,3 Prozent unter dem Mindestlohn

Woher diese Ungerechtigkeit kommt, zeigt die Mindestlohnstudie des DGB aus dem vergangenen Dezember: Frauen sind häufiger in Dienstleistungsberufen oder Teilzeitarbeit zu finden und damit häufiger als Männer von Löhnen betroffen, die kaum für den Lebensunterhalt ausreichen. Während in Unterfranken im Dezember 2014 nur 3,7 Prozent der männlichen Vollzeitbeschäftigten weniger als den Mindestlohn von 8,50 Euro verdienten, waren dies bei den Frauen 14,3 Prozent.

Lohntransparenz

Schaffen es Frauen, in Branchen zu arbeiten, wo sie ihr Gehalt selber aushandeln können, so ist damit die Ungerechtigkeit noch längst nicht behoben. Ohne einen transparenten Maßstab für die Gehälter ziehen sie hierbei allzu oft den Kürzeren. „Ein Gesetz für Lohntransparenz, wie es die SPD-Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig vorschlägt, ist darum ein richtiger Ansatz“, betont Rosenthal. Es gehe dabei nicht darum, dem Kollegen in den Lohnzettel zu schauen, aber eine objektive Basis für die Einstufung der eigenen Arbeit sei unverzichtbar.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Abgeordnetenbüros Georg Rosenthal, MdL.

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