Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Enkeltrickbetrüger in zwei Fällen erfolgreich: Seniorinnen um insgesamt 80.000 Euro

Insgesamt über 80.000 Euro an Täter

WÜRZBURG STADT. Sieben Fälle von Enkeltrickbetrügereien sind der Würzburger Polizei am Donnerstag gemeldet worden. In fünf Fällen durchschauten die Senioren die Anrufer glücklicherweise recht schnell und beendeten die Gespräche, ohne auf die Geldforderungen einzugehen. Zwei ältere Damen fielen jedoch auf die Betrüger herein und händigten den Unbekannten jeweils rund 40.000 Euro Bargeld aus. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor der hinterlistigen Masche der Täter und gibt Verhaltenstipps.

Als Enkelin ausgegeben

Ab 11:00 Uhr hatte eine 92-Jährige aus dem Würzburger Stadtteil Frauenland mehrere Anrufe einer Unbekannten erhalten. Die Betrügerin gab sich als Enkelin der Dame aus und bat um Bargeld, das sie angeblich zum Kauf einer Eigentumswohnung benötige. Die Geschädigte fiel auf den Schwindel herein. Sie hob hohe Summen von unterschiedlichen Bankkonten ab und übergab das Geld schließlich einer Botin. Die Betrüger erbeuteten in diesem Fall über 40.000 Euro.

Beschreibung der Täterin

Die Frau, die das Geld bei der Geschädigten abgeholt hatte, wird wie folgt beschrieben:
Sie ist etwa 25 Jahre alt hat eine schlanke Figur und helle Haare. Zu einem Beigen Mantel trug sie sehr schlichte Kleidung.

Eine 76-Jährige aus dem Stadtteil Heidingsfeld wurde ebenfalls Opfer eines Enkeltricks. Hier klingelte zur Mittagszeit das Telefon und es meldete sich die angebliche Enkelin der Rentnerin. Für einen Wohnungskauf bräuchte sie sofort Bargeld, das sie kommende Woche dann zurück zahlen wolle. Die ältere Dame versuchte zunächst bei einer Bankfiliale in Heidingsfeld eine größere Summe abzuheben, was in der Filiale nicht möglich war. Daraufhin fuhr die Geschädigte in die Innenstadt, um dort in der Hauptstelle der Bank das Geld abzuholen.

Trotz Warnung

 

In beiden Banken wurde die Frau von den Angestellten konkret auf einen eventuellen Enkeltrick angesprochen. Die 76-Jährige war sich ihrer Sache jedoch absolut sicher und übergab, im Glauben ihrer tatsächlichen Enkelin zu helfen, einem Boten schließlich rund 40.000 Euro.

Der Mann, der das Geld bei der Geschädigten abgeholt hatte, wird wie folgt beschrieben:

Er ist etwa 45 Jahre alt und 165 cm groß. Der Mann hat eine kräftige Figur und trug eine dunkle Schiebermütze.

Die Kripo Würzburg hat die Sachbearbeitung übernommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kripo Würzburg beziehen die Täter die Namen ihrer Opfer offenbar häufig aus dem Telefonbuch und verwenden die dort abgedruckten Daten wie Vorname und Adresse dann geschickt für ihre Täuschungsmanöver.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zu den Betrugsfällen machen können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiterhin eindringlich davor, am Telefon auf Geldforderungen einzugehen und sich von falschen Verwandten täuschen zu lassen. Angehörigen von Senioren rät die Polizei, ihren älteren Menschen regelmäßig von der Masche der Betrüger zu erzählen und sie über deren Vorgehensweise aufzuklären. Bei Fragen dürfen Sie sich gerne Rat bei der örtlichen Polizei einholen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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