Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Pontifikalgottesdienst im Kiliansdom zum Auftakt des Kongresses

Suche nach konkreten Lösungsschritten

Es reicht nicht, sich mit den gewaltigen Problemen der Zeit auseinanderzusetzen. Christen sind dazu angehalten, konkrete Lösungsschritte zu suchen – das betonte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann beim zum Teil auf Latein gefeierten Eröffnungsgottesdienst des Kongresses „Treffpunkt Weltkirche“ am Freitag, 13. März.

Über 900 Gläubige im Kiliansdom

Über 900 Gläubige feierten die heilige Messe im Würzburger Kiliansdom mit. Der Bischof ist Schirmherr der Veranstaltung, die das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ bis Sonntag, 15. März, im Congress Centrum Würzburg durchführt. Der Kongress findet nach 2011 zum zweiten Mal in Würzburg statt und steht unter dem biblischen Leitwort: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde.“

„Wir müssen nach dem Frieden trachten“

Bischof Hofmann erinnerte in seiner Predigt an die brutalen Hinrichtungen tausender Christen und Mitglieder anderer religiöser Minderheiten im Irak und in Syrien, an die Verfolgungen im Libanon oder Nigeria sowie an die Versklavung von Kindern, Frauen und Männern weltweit. „Es bedarf eines ständigen Weges der Humanisierung. Wir müssen nach dem Frieden trachten, der geliebt wird, frei und brüderlich ist, das heißt in der Versöhnung der Menschen gründet“, zitierte der Bischof Papst Franziskus. Friede sei daher mehr als das bloße Nichtvorhandensein von Kriegen, Konflikten und Spannungen.

Papst habe vor Europarat in Straßburg

Der Papst habe vor dem Europarat in Straßburg gesagt: „Europa muss darüber nachdenken, ob sein gewaltiges Erbe auf menschlichem, künstlerischem, technischem, sozialem, politischem, wirtschaftlichem und religiösem Gebiet ein bloßes museales Vermächtnis der Vergangenheit ist, oder ob es noch imstande ist, die Kultur zu inspirieren und seine Schätze der gesamten Menschheit zu erschließen.“

Kongress will Lösungswege finden

In diesem Sinne will laut Bischof Hofmann der Kongress den Problemen der Zeit nachgehen und auch Lösungswege finden. Jesu Appell zu Gottes- und Nächstenliebe sei der grundlegende Schlüssel zum Frieden. „Jesus belässt es nicht bei diesem Appell. Er setzt selber das um, was er fordert. Und dadurch gewinnt seine Antwort ihren tiefen Ernst und ihr Gewicht.“

Teilnahme vieler Bischöfe aus besonders bedrohten Ländern

Die Teilnahme vieler Bischöfe aus besonders bedrohten Ländern am Würzburger Kongress gebe die Möglichkeit, vom unsäglichen Leid der Menschen dort, einschließlich der verfolgten Christen, aus erster Quelle zu hören. In Folge sei konkrete Hilfe gefordert. „Ich danke Ihnen, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben und sich diesen Problemen stellen“, erklärte Bischof Hofmann. Zugleich unterstrich er, dass – wie der von den Nationalsozialisten ermordete Alfred Delp in der Todeszelle geschrieben habe – „die Hingabe an Gottes Willen der wirkliche Segen für den Menschen“ sei.

Nähere Informationen sowie das Programm des Kongresses gibt es im Internet unter www.kirche-in-not.de. Die Tageskarte für Samstag kostet pro Person 25 Euro, für Sonntag 15 Euro.

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