Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

6 Monate, 18 Destination – Ein Traumjob?

Als SWISS Explorer um die Welt

Nick aus Theilheim hat sich vor etwas über einem halben Jahr für den Job des SWISS Explorer beworben. Aus knapp 1.500 Bewerbern konnte er sich durchsetzen und durfte für die SWISS Airline ein halbes Jahr um die Welt reisen und darüber berichten. Nun ist er wieder Zuhause in Deutschland und wir haben mal bei ihm nachgefragt, wie es ihm so erging in diesem ganz außergewöhnlichen Job. Zugegeben, wir sind schon etwas neidisch!

Erzähl mal Nick, wie war es, der SWISS Explorer zu sein?

Als SWISS Explorer habe ich eine Vielzahl an Städten auf der ganzen Welt bereisen dürfen. Meine Reise brachte mich in den Norden Europas, in Städte wie Stockholm oder Dublin, ich durfte den modernen Achilles in Athen kennen lernen, ich lief die Strassen von Mumbai entlang und habe (zu) viele Burger in Los Angeles gegessen. Es war eine wahnsinnige Erfahrung. Als SWISS Explorer hatte ich diverse Kommunikationskanäle, welche ich mit Infos füttern durfte. Durch diese und auch andere Projekte (wie ein Fernsehauftritt im Schweizer Fernseh etc. ) wurde ich manchmal sogar angesprochen und um ein Selfie gebeten.

Ich hatte auch die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen von SWISS zu werfen, was sehr interessant war. Unterm Strich gesehen waren die Erfahrungen in den jeweiligen Destinationen und im Unternehmen es wert, meistens sieben Tage die Woche zu arbeiten.

Wo warst du überall?

Zürich, Nizza, Athen, Copenhagen, Stockholm, Los Angeles, Manchester, Lissabon, Mumbai, New York, Genf, Hamburg, Riga, Dublin, Tokyo, Dar es Salam, Paris und San Francisco

Was war dein schrägstes bzw. verrücktestes Erlebnis?

Also die verrückteste Stadt, welche ich besucht habe, war mit Abstand Tokyo. Mein Thema dort war, die schrägsten Sachen in Tokyo ausfindig zu machen. Somit war mein kompletter Aufenthalt in Tokyo ziemlich schräg. Von Katzencafés und Sushi zum selberbauen aus dem Automaten, bis hin zu Wasabi-Eiscreme und Purikura (Photoshooting im Anime Stil).

Ein weiteres verrücktes Erlebnis war vor dem Queen Victoria Bahnhof in Mumbai. Über drei Millionen Menschen werde hier täglich „abgefertigt“. Ich dachte, ein „Timelapse“ macht sich bestimmt gut. Allerdings nach den Bombenanschlägen von 2008 sind die Leute etwas angespannter, wenn da 1.88m grosser, weisser Typ für 20 Minuten vor einer Kamera still steht. Dementsprechend habe ich sehr viel Aufmerksamkeit auf mich gezogen und ungewollt auch eine kleine Massenstumperei verursacht. Geil war’s trotzdem!

Was war der Ort, der dich am meisten fasziniert hat und warum?

Mumbai, Indien. Der Ort ist einfach komplett anders als dass, was man sonst kennt. Ob die Menschenmassen, das Essen, die Traditionen oder die Armut. Mumbai ist eine Stadt der Extreme!

Würdest, wenn es möglich wäre, dein ganzes Berufsleben diesen Job machen wollen?

Nein. Ungelogen, es ist ein toller Job. Du wirst dafür bezahlt, um die Welt zu reisen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Dass es ein 24/7 Job für 7 Tage die Woche ist, sehen die meisten nicht. So ein Job kann man gerne mal für ein paar Monate machen. Ich hätte auch nichts dagegen diesen Job noch ein oder zwei Jahre zu machen. Allerdings kommt das Sozialleben zu kurz und ich fand es sehr schade an manchen Destinationen nur für kurze Zeit (meist 3- 4 Tage) zu sein.

Wir haben in deinem Video auf Youtube gesehen, dass du auch mal bei der Kabinenbesatzung mitgemacht hast. Wie waren deine Kollegen? Und was lernt bei dabei über die Arbeitsabläufe bei einer Fluglinie?

Meine Kollegen war super cool. Sie waren etwas überrascht dass ich sie für einen Tag lang mit der Kamera begleitet habe. Dafür hatten wir aber jedoch Menge Spass an Bord. Als „Cabin Crew Member“ für einen Tag lernt man definitiv, dass es mehr als nur stupides Getränke oder Essen servieren ist, was man in 15.000 Meter arbeitet. Es ist ein Job als Ingenieur, Mechaniker, Pflegerin, Psychologin und Verkäufer. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen. Vor allem einen Start und die Landung mal im Cockpit zu erleben.

Was ist das essentiellste Ding, welches du auf all deinen Reisen am dringendsten benötigt hast?

Als „Ding“ versteh ich jetzt etwas Materielles. Dahin gehen würde ich meine Kamera oder Kreditkarte nennen. Die waren wirklich immer benötigt. Was für mich aber noch wichtiger ist, ist nicht materiell. Es geht eher um die Einstellung. Dass man unvoreingenommen ist und offen für Neues.

Hast du einen ultimativen Reisetipp für uns?

Reisen ist so individuell, ein guter Reisetipp ist nicht einfach daher gesagt. Für das Team von Würzburg erleben würde ich dennoch Riga in Lettland empfehlen. Hier kann man mit einem Viererbob mit mehr als 100km/h einen Eiskanal runter rasen! Das würde euch bestimmt gefallen.

Eine Pub-Tour durch Dublin mit ein paar echten „Dublinern“ würde ich auch Jedem empfehlen. Allerdings sollte man schon etwas „trinkfest“ sein dafür.

Was hast du bei deinen Reisen für Menschen getroffen?

Alte Freunde meiner vorherigen Reisen (aus Australien, Canada, USA, Peru etc.). Locals und andere Reisenden in den verschiedenen Destinationen, z.B. einen DJ aus Berlin, welcher in einer Car-Garage in New York aufgelegt hat,
eine Fotografin für die New York Fashion Week und einen Regisseur für Fernsehformate in der Schweiz und Deutschland.

Eigentlich ist jeder Mensch, den man auf Reisen näher kennenlernt etwas Spezielles. Denn es sind die Leute und Erfahrungen mit Ihnen, welche deine Reise so speziell und individuell machen.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT