Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburg vor nicht allzu langer Zeit

Ausstellung der Geschichtswerkstatt

Fotografien vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigt die Ausstellung der Geschichtswerkstatt ab Sonntag, 16 März 2015 im Verschönerungsverein im Rathaus der Stadt Würzburg. Bürgermeister Dr. Adolf Bauer eröffnete die Ausstellung am Sonntag mit der Mahnung, „uns konsequent für die Völkerverständigung, die Achtung der Menschenwürde und die Bewahrung der Freiheit einzusetzen.“ Der 16. März 1945 sei eindringliche Mahnung, alles zu tun, „damit sich eine solche Tragödie nie mehr wiederholt. Die größte Katastrophe unserer Stadtgeschichte war die Folge von Nationalismus, Rassenwahn und Diktatur.“

Ein Beitrag gegen das Vergessen

Die Geschichtswerkstatt im Verschönerungsverein stellt bereits zum 17. Mal im Würzburger Rathaus aus. Während in früheren Ausstellungen die Stadt selbst im Mittelpunkt stand, richtet sich seit letztem Jahr der Blick auf das Leben der Würzburgerinnen und Würzburger bis zu den Wirtschaftswunderjahren. Die diesjährigen Exponate schließen sich daran an. Zur Ausstellung sind drei neue Hefte der Geschichtswerkstatt erschienen, zwei zeigen Bilder der Ausstellung, das dritte behandelt erstmals das „Gestapo-Notgefängnis“ in der Friesstraße. Zwischen 1942 und 1945 wurden dort Hunderte von ausländischen Gefangenen misshandelt und ermordet. „Das Heft ist ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen“, so Dr. Bauer.

Ausstellung im Rathaus

Die Fotografien, die Einblicke in das private und familiäre Leben, in Handel und öffentliches Leben von 1945 über den Wiederaufbau bis in die 70er Jahre hinein geben, sind im Oberen Foyer des Rathauses zu sehen bis Dienstag, 31. März, zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr und Freitag 8 bis 14 Uhr. Mitglieder der Geschichtswerkstatt sind wochentags von 10 bis 16 Uhr und am Sonntag, 22. März zwischen 10 und 17 Uhr vor Ort und stehen für Fragen zur Verfügung. Außerdem können in dieser Zeit die Hefte der Geschichtswerkstatt erworben werden.

Diese Meldung beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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