Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Abstimmung über die kleinste Fußgängerzone der Stadt

Kleinstes „Fußgängerzönchen“ der Stadt

Seit 10. November 2014 haben wir es: Das wohl kleinste „Fußgängerzönchen“ der Stadt.  Seitdem der Stadtrat im Juli 2014 mit 22 zu 15 Stimmen die provisorische Herstellung der Fußgängerzone in der Hofstraße beschlossen hatte, herrscht Chaos. Und das nicht nur im Verkehr, auch im Stadtrat. Denn kaum war der Beschluss umgesetzt, die Poller fest in der Erde verankert und die Verkehrsführung geändert, forderte die CSU per Eilantrag das „Fußgängerzönchen“ wieder abzuschaffen. Am Dienstag, 10. März 2015 soll nun endgültig im Umwelt- und Planungsausschuss über die Zukunft der 80-Meter-Zone entschieden werden.

CSU nach wie vor dagegen

Für viel Aufregung sorgte damals die komplette Sperrung des oberen Teils der Hofstraße und die Umdrehung der Einbahnstraße im unteren Teil. Das Ergebnis waren zunächst verwirrte Autofahrer und skeptische Passanten. Die damals zügige Umsetzung der Fußgängerzone ging auf „eine Beschlussfassung des Stadtrates“ zurück, sagte der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt wie berichtet damals. Er stimmte im November mit seiner Fraktion zunächst gegen die Fußgängerzone. Heute spricht er sich für eine endgültige Absegnung der autofreien Zone aus, seine Fraktion ist allerdings nach wie vor dagegen.

Gemeinsame Ziele, unterschiedliche Wege

Laut Christine Bötsch, Fraktionsvorsitzende der CSU, beeinträchtigen diese unterschiedlichen Ansichten von OB und CSU die gemeinsame Arbeit überhaupt nicht, „dazu schätzen wir die Arbeit des jeweils anderen sowie unsere gemeinsame zu sehr“. Sowohl die CSU als auch der OB hätten es allerdings bevorzugt, wenn über die Entwicklung des Geländes Kardinal-Faulhaber Platz/Mozartareal (MOZ) vor Einrichtung der Fußgängerzone entschieden worden wäre. Bötsch: „Wir wollen miteinander ein Mozartareal entwickeln und die Innenstadt stärken, wozu auch die Erreichbarkeit zu Fuß, per Fahrrad, ÖPNV und eben auch PKW gehört.“ Bei gemeinsamen Zielen dürften die Wege in einem kleinen Abschnitt dorthin auch einmal unterschiedlich sein, so die Fraktionsvorsitzende.

Stadtrat entscheidet am Dienstag, 10. März

Auf der Tagesordnung im Umwelt- und Planungsausschuss am kommenden Dienstag steht die Verbreitung des Fußgängerüberwegs zur Residenz, die zukünftig in 20 Metern Breite aus der Hofstraße über die Balthasar-Neumann-Promenade führen soll. Stimmt der Stadtrat mehrstimmig dafür, wäre somit die im November provisorisch eingerichtete Fußgängerzone endgültig abgesegnet. Problematisch sei die derzeitige Straßenüberquerung von der Residenz in die Hofstraße besonders für größere Touristengruppen, denn diese würden momentan nicht alle bei grün über die Ampel kommen. Mit einer Verbreiterung würde man den Fußgängern demnach mehr Raum und Zeit zum Überqueren der Straße geben, so Stadtrat Christian Baumgart.

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