Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburgs erfolgreiche Frauen

Internationaler Frauentag 2015

Am Sonntag, 8. März 2015 geht es um alle Frauen. Der Internationale Frauentag, auch Weltfrauentag, Tag der Frau oder Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau genannt, kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Seinen Ursprung hat er in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Bei uns geht es heute um Würzburgs erfolgreiche Frauen, die sich beruflich verwirklicht haben und auf ihrem Gebiet die Stadt nach vorne bringen.

Ariane Keupp, Vorstand der Würzburger Kickers und erfolgreiche flyeralarm-Managerin

Ihr Werdegang war eher der klassischen Art und Weise: „Nach meinem BWL Studium an der Julius Maximilians Universität hier in Würzburg mit den Schwerpunkten Marketing & Logistik wollte ich, wie wohl sehr viele weibliche Absolventinnen, in der Modebranche Fuß fassen. Nach Praktika bei namhaften Firmen in der Region aber auch überregional stand für mich aber fest, dass man den Fokus manchmal nicht ganz so scharf fassen sollte – andere Firmen haben auch tolle Angebote und so kam es, dass ich bei flyeralarm in Würzburg landete.“

Nach mehreren Stationen innerhalb der Firma flyeralarm erhielt sie dann die Chance, die Marketingabteilung federführend zu übernehmen und kreativ an der Entwicklung der Online Druckerei zu arbeiten. Keupp: „Es war eine tolle Zeit, in der wir gemeinsam viel gestemmt haben.“ Danach ging es für sie weiter im Bereich Sponsoring – in dem wir bei Mannschaften wie dem FCB, BVB und auch der deutschen Nationalmannschaft Sponsorships eingingen. „Ein sehr interessanter Bereich dem ich auch heute als Vorstand Marketing & Sponsoring bei den Würzburger Kickers treu geblieben bin. Hier kann ich ausleben, was mir Freude bereitet- mit Menschen kommunizieren und sie begeistern.“

Ihr Tipp an alle Frauen, die beruflich durchstarten wollen: „Sich treu zu bleiben, lasst euch nicht verbiegen! Authentizität findet man heute leider nicht mehr oft, daher ist es eine Tugend wenn man sich das behält.“

Hülya Düber, Sozialreferentin der Stadt Würzburg

Nach ihrem Jurastudium in Würzburg und ihrer Doktorarbeit unter anderem in Ankara (Türkei) war sie zunächst in einer überörtlichen Sozietät als Rechtsanwältin beschäftigt. „Meinen Interessen folgend – die schon immer im Verwaltungsrecht lagen –  wechselte ich vor knapp fünf Jahren zur Stadt Würzburg.“ Dort war sie als Dienststellenleiterin sowohl in der Bauaufsicht als auch bei den allgemeinen Bürgerdiensten tätig, bis sie am 4. Dezember 2014 zur neuen Sozialreferentin der Stadt Würzburg gewählt wurde.

Was sie motiviert hat? Düber: „Das Sozialreferat ist ein spannendes Aufgabenfeld, mit zahlreichen Schnittstellen in das gesellschaftliche Leben. Ich möchte hier etwas bewirken und erreichen, aktiv bei der Gestaltung des Stadtgeschehens mitwirken und mich mit Engagement und Leidenschaft den Fragestellungen widmen.“

Ihr Tipp an alle Frauen: „Familie und Beruf zu vereinbaren ist oft anstrengend, macht großen Spaß, ist erfüllend und erschöpfend, nie langweilig und der Gesprächsstoff geht nie aus. Das Wichtigste hierbei ist, als Familie gemeinsam an einem Strang zu ziehen, mit seinem Partner hinter dem gelebten Modell zu stehen und mutig voran zu gehen.

Dr. Christiane Albert-Weißenberger, Naturwissenschaftlerin an der Uni-Klinik

Aufgewachsen ist sie in Würzburg, studierte hier Biologie und promovierte auch hier. Aktuell ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Neurologischen Klinik bei Professor Christoph Kleinschnitz. Die Naturwissenschaftlerin: „Wir erforschen neue Therapieansätze um die Nervenschäden zu minimieren, die nach Schädel-Hirn-Verletzungen auftreten können.  Besonders stolz bin ich, dass meine Forschung vor kurzem mit dem Hannelore Kohl Förderpreis ausgezeichnet wurde.“

Was Sie an ihrer Arbeit fasziniert? Albert-Weißenberger: „Die größte Motivation für mich als Wissenschaftlerin zu arbeiten ist meine große Neugier. Das Gehirn ist das komplexeste menschliche Organ und so ist für mich dessen Erforschung eine besondere wissenschaftliche Herausforderung.“

Ihr Tipp an alle Frauen: „Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach. Ich bin glücklich, hier einen Chef zu haben, der Rücksicht auf meine familiäre Situation nimmt. Daneben ist es besonders wichtig, einen verständnisvollen Partner zu haben, der sich aktiv ins Familienleben mit einbringt und akzeptiert, dass unsere Tage manchmal chaotisch ablaufen.“

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