Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Schullandheimsammlung 2014 erzielt 58.000 Euro

Lob und Urkunden für „tolles Ergebnis“

Jedes Jahr im Frühjahr sammeln Schülerinnen und Schüler aus Unterfranken für das Schullandheimwerk Unterfranken. Bei der Schullandheimsammlung 2014 betrug die Gesamtsumme der Spenden genau 58.178,77 Euro. Die Schulen mit den besten Sammlungsergebnissen wurden am Mittwoch, 4. März, bei einer Feierstunde in der Katholischen Volksschule Vinzentinum in Würzburg geehrt. Die Gastgeber hatten gleich doppelt Grund zur Freude: Sie waren sowohl im Schulamtsbezirk Würzburg-Stadt als auch bei den Volksschulen im Regierungsbezirk Unterfranken unter den Besten. Durch das Sammeln hätten die Schüler auch Eigenverantwortung übernommen, betonte Domdekan Prälat Günter Putz, Schulreferent der Diözese Würzburg.

Acht Schullandheime in Unterfranken

„Eigentlich seid Ihr alle Sieger“, sagte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Schirmherr des Schullandheimwerks Unterfranken, zu den Kindern und Jugendlichen und betonte: „Es ist wichtig, dass sich Schüler für das Schullandheim stark machen.“ In Unterfranken gebe es acht Schullandheime, „und wir kämpfen dafür, dass sie erhalten bleiben“. Dafür brauche es aber auch Menschen, die sich engagieren. Bei der Schullandheimsammlung 2014 sei mit rund 58.000 Euro wieder ein „tolles Ergebnis“ erzielt worden.

Neue Einrichtungen

An zwei Beispielen erklärte Beinhofer den Kindern und Jugendlichen, wofür das gesammelte Geld verwendet wird. So sei etwa im Schullandheim Hobbach unterhalb von Aschaffenburg für 40.000 Euro ein umweltfreundliches Blockheizkraftwerk eingebaut worden: „Es gibt warmes Wasser, und im Winter müssen die Schüler nicht frieren.“ Im Schullandheim Bauersberg in der Rhön wiederum sei ein neues MINT-Labor eingerichtet worden. „Es geht darum, spielerisch Dinge zu erfahren. Vielleicht entwickeln in diesem Labor Mädchen Freude an der Technik“, sagte Beinhofer. „Ich wünsche Euch allen einen schönen Aufenthalt im Schullandheim.“

Eigenverantwortung

Es sei ein besonderes Qualitätszeichen, dass diese Feier in einer katholischen Schule stattfinde, sagte Prälat Putz. Denn das Sammeln für andere sei einer der Wesenszüge der Kirche. Durch die Sammlungen hätten die Schüler geholfen, die Landschulheime zu tragen, und seien so in verantwortungsvolles Handeln miteinbezogen worden. Sie hätten damit Eigenverantwortung übernommen. Als „hervorragend“ bezeichnete Bürgermeister Dr. Adolf Bauer die Angebote des Schullandheimwerks. Er dankte allen Lehrern, die sich für die Sammlungen engagiert hatten, und vor allem den Kindern: „Kinder wollen mitmachen, Kinder wollen helfen.“

Vorteile für Schüler

Jochen Heilmann, Vorsitzender des Schullandheimwerks Unterfranken, hob die Vorzüge der Schullandheime hervor: „Jedes Schullandheim hat einen Raum für Unterricht – aber keiner merkt, dass er Unterricht hat. Man lernt, Rücksicht zu nehmen, hilfsbereit zu sein und Regeln einzuhalten.“ Er dankte Beinhofer für die Unterstützung durch die Regierung von Unterfranken. Die Schüler ermunterte er, auch andere zum Sammeln anzustiften. „Es gibt immer wieder Dinge, die Geld kosten.“

Würzburger Schulen ausgezeichnet

Im Anschluss überreichte Beinhofer Urkunden an die Schulen, die am besten gesammelt hatten. Im Schulamtsbezirk Würzburg-Stadt kam die Katholische Volksschule Vinzentinum auf den ersten Platz, gefolgt von der Max-Dauthendey-Grundschule und der Goethe-Kepler-Grundschule.

Im Regierungsbezirk Unterfranken belegte bei den Volksschulen die Grundschule Nordheim (Landkreis Rhön-Grabfeld) den ersten Platz, gefolgt von der Grundschule Randersacker und der Katholischen Volksschule Vinzentinum Würzburg. Weiterhin wurden ausgezeichnet die Staatliche Realschule Schonungen, das Friedrich-List-Gymnasium Gemünden und in der Kategorie Förderschulen die Julius-Kardinal-Döpfner-Schule in Schweinfurt. Die Sieger im Regierungsbezirk erhielten zusätzlich jeweils einen Gutschein über 50 Euro.

Gestaltung der Feierstunde

Die Feierstunde wurde gestaltet von Schülern der Katholischen Volksschule Vinzentinum. Sie führten unter anderem einen Tanz aus dem Ballett „Nussknacker“ und ein kurzes Theaterstück zum Thema „Frühling“ auf und begeisterten die Gäste mit fantasievollen Percussion-Vorführungen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bischöflichen Ordinariats Würzburg. 

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