Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

EU-Projekt gegen internationale Einbrecherbanden startet

Gemeinsam gegen Einbrecherbanden

MÜNCHEN. Die Bayerische Polizei startet ein länderübergreifendes EU-Projekt gegen internationale Einbrecherbanden. Mit dabei sind Österreich, Bulgarien, Rumänien und Serbien sowie das Bundeskriminalamt und Europol.

Das ist Ergebnis der internationalen Polizeichefkonferenz vom 3. bis zum 5. März 2015 in München. „Unser gemeinsames Ziel ist, die länderübergreifende Zusammenarbeit weiter zu verbessern“, erläuterte Bayerns Landespolizeipräsident Professor Dr. Wilhelm Schmidbauer.

„Wir haben daher beschlossen, gemeinsame Lagebilder zu erstellen, um die Reisewege der Täter und die Absatzwege des Diebesguts länderübergreifend genauer nachvollziehen zu können.“ Außerdem soll ein internationales Netzwerk von Ermittlungsexperten aufgebaut werden, das zum regelmäßigen Informationsaustausch über reisende Tätergruppierungen genutzt werden kann.

Bayerns Offensive gegen Einbrecher

Bundesweit steigt seit Jahren die Zahl der Wohnungseinbrüche an. Innenminister Joachim Herrmann hat daher vergangenes Jahr eine großangelegte Offensive gegen Einbrecherbanden gestartet, unter anderem mit verstärkten Schleierfahndungskontrollen und der Erprobung der neuen Prognosesoftware ‚Precobs‘. Da zunehmend international agierende Banden und reisende Tätergruppierungen auf Beutezug gehen, sucht die Bayerische Polizei den engen Schulterschluss zu europäischen Nachbarstaaten.

Danube Property Crime Project

Das neue EU-Projekt mit dem Titel ‚Danube Property Crime Project‘ wurde von der Bayerischen Polizei entwickelt und wird von der Hanns-Seidel-Stiftung gefördert. Grundlage für die Projektarbeit sind abgeschlossene und aktuelle Fälle des Wohnungseinbruchsdiebstahls mit international operierenden Tätergruppierungen.

Die Polizei will aus allen international verfügbaren Erkenntnissen über reisende Einbrecherbanden wertvolle Fahndungs- und Ermittlungsansätze gewinnen, die allen beteiligten Polizeidienststellen zur Verfügung stehen.

Kennzeichnend für organisierte Einbrecherbanden ist beispielsweise die hohe Anpassungsfähigkeit an die örtlichen Bedingungen der Tatorte, die schnelle Tatausführung und das rasche Verlassen der Tatregion. „Dabei geht es uns nicht nur um die Einbrecher vor Ort, sondern vor allem auch um die Strippenzieher im Hintergrund, die oftmals unbehelligt im Ausland sitzen“, so Schmidbauer. „Wir wollen die Einbrecherbanden mitsamt ihren Hintermännern länderübergreifend schnell hinter Schloss und Riegel bringen.“

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT