Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Smartphone: Der neue Verkehrsteilnehmer

Fußgänger mit dem Kopf nach unten

Wir sehen sie jeden Tag. Ob in der Stadt, auf dem Weg zur Arbeit oder Uni. Fußgänger die äußert beschäftig sind – mit ihrem Smartphone. Da werden Nachrichten beantwortet, die Schlagzeilen gelesen oder der neue Schwarm gestalkt und nebenbei noch die Straße überquert. Und ganz ehrlich, manchmal ertappen wir uns sogar selbst dabei, wie wir auf dem Heimweg schnell auf unser Smartphone schielen. Doch dieser Umstand kann verhängnisvolle Folgen nach sich ziehen.

Smartphones als Unfallgrund

Fußgänger werden oft in Verkehrsunfälle verwickelt, immer öfter sind sie auch der Auslöser bzw. ihre Smartphones. Die Passanten laufen und Blicken nicht auf die Straße und die Verkehrssituation um sie herum, sonder auf das Display. Dieses Verhalten hat zur Folge, dass die Unfälle durch Smartphones ansteigen. Die Welt berichtete in einem Artikel über eine Studie, die Unfälle von Passanten in den Jahren 2004-2010 erfasste. In dieser Zeit stieg die Zahl der Fußgänger, die abgelenkt gegen einen Laternenpfahl liefen, um das Dreifache. Umfangreichere repräsentative Zahlen sind zu dem Thema nicht bekannt, laut N24 hat aber auch die Deutsche Verkehrswacht dieses Problem erkannt und möchte mit einer Aufklärungskampagne dem Trend entgegen wirken. Diese soll sich vor allem an junge Leute richten.

Bußgeld für Handy-Nutzer

Autofahrer, die ihr Smartphone bei der Fahrt nutzen, zahlen laut Bußgeldkatalog 60 € und erhalten einen Punkt in Flensburg. Auch Fahrradfahrer werden bei Handynutzung belangt, sie müssen mit 25 € Bußgeld rechnen. Da auch abgelenkte Fußgänger Unfälle verursachen können wird immer öfter auch über ein Bußgeld für abgelenkte Passanten diskutiert. Der Focus berichtete in einem Artikel zu dem Thema darüber, ob Fußgänger nicht auch belangt werden könnten. Dann im Hinblick auf rechtliche oder versicherungstechnische Aspekte. Noch gibt es keinen solchen Gesetzesentwurf von öffentlicher Seite.

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