Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Lkw-Unfall auf A3: Rettungshubschrauber gelandet

Vor den Augen der Polizei

WÜRZBURG. Ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Sattelzugmaschinen hat sich am Mittwochnachmittag vor den Augen einer Streife der Würzburger Autobahnpolizei abgespielt. Der 51-jährige Unfallverursacher musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wegen der Sperrung von insgesamt drei Fahrstreifen baute sich in der Spitze ein Stau von insgesamt 15 Kilometern Länge auf.

Bis zum Stillstand heruntergebremst

Gegen 15:45 Uhr hatte eine Streife der Autobahnpolizei Würzburg-Biebelried mit eingeschaltetem Blaulicht auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen den Anschlussstellen Kist und Würzburg-Heidingsfeld auf dem Standstreifen gehalten, um dort parkende Lkws zu beanstanden. Es herrschte zu diesem Zeitpunkt dichter Verkehr und eine ungarische Sattelzugmaschine mit Anhänger bremste auf dem mittleren Fahrstreifen bis zum Stillstand herunter.

Situation zu spät bemerkt

Ein direkt nachfolgender Fahrer eines belgischen Sattelzugs, der Stahl geladen hatte, bremste seinen 40-Tonner ebenfalls herab. Dahinter war ein 51-jähriger Führer eines italienischen Sattelzugs unterwegs, der die Situation anscheinend zu spät bemerkte. Er prallte mit hoher Wucht auf das belgische Fahrzeug und schob diesen noch auf den ungarischen Lkw auf.

Die Polizeibeamten eilten sofort zu dem total demolierten Führerhaus des 51-jährigen Fahrers. Die Türen ließen sich erst nach enormer Kraftanstrengung öffnen. Dem serbischen Fahrer ging es aber dann soweit gut, dass er selbstständig den Lkw verließ. Die Fahrer der beiden anderen 40-Tonner blieben glücklicherweise unverletzt.

Ein angeforderter Notarzt landete mit einem Rettungshubschrauber auf der Autobahn. Nach einer Erstversorgung brachte ein Rettungswagen den Verletzten in eine Würzburger Klinik.

Direkt nach dem Unfall mussten alle drei Fahrspuren für den Verkehr gesperrt und über den Standstreifen umgeleitet werden. Nach etwa 40 Minuten konnte rechte Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Der Gesamtsachschaden wird auf 70.000 Euro geschätzt. Die Freiwillige Feuerwehr Kist und auch die Berufsfeuerwehr Würzburg waren zu dem Unfall alarmiert worden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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