Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Zahnärzte klagen gegen Aberkennung ihrer Doktortitel

Klage gegen Aberkennung der Doktortitel

Vor dem Würzburger Verwaltungsgericht klagen laut Fokus derzeit zwei Zahnärzte gegen die Aberkennung ihrer Doktortitel durch die Universität Würzburg. Grund dafür sei die falsche Zusammensetzung des Präsidiums und die Tatsache, dass die Entziehung des Doktorgrade verjährt gewesen sei. Die Uni Würzburg widerspricht diesen Aussagen.

Über mehrere Seiten hinweg abgeschrieben

Die beiden Zahnärzte, ursprünglich aus Frankfurt und Sachsen, hatten 1999 und 2001 ihre Doktorarbeiten im Medizinischen Institut der Uni abgegeben, so der Focus. Etwa zehn Jahre später, urteilte ein externer Gutachter, die Arbeiten seien mit 24 Seiten zu kurz oder über mehrere Seiten hinweg abgeschrieben. Daraufhin erkannte die Uni den Zahnärzten ihren Doktortitel ab. Am 11. März will das Gericht über die Klage entscheiden.

Zehn verdächtige Arbeiten

Mit einem anonymen Schreiben war die Hochschule im Frühjahr 2011 auf möglich Mängel in diesen und weiteren Promotionsarbeiten hingewiesen worden. Nach Prüfung der Vorwürfe gab die Uni zehn verdächtige Arbeiten an einen externen Gutachter weitern – keine genügte den wissenschaftlichen Standards. Betreut wurden die Arbeiten von einem damaligen Institutionsleiter, der laut Focus aufgrund von angenommenem Geld für Promotionsverfahren, bereits verurteilt worden ist. Sein Institut wurde deshalb in den Medien gern als „Würzburger Doktorfabrik“ bezeichnet.

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