Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

UNO an der Uni: Würzburg vertritt Irland in New York

Ein Gastbeitrag von Wibke Werner

Die Würzburger NMUN Delegation 2015

Die heutige Welt steckt voller politischer Konflikte, die fortschreitende Globalisierung zeigt uns wie wichtig es ist, dass Nationen friedlich zusammenarbeiten. Das Norwegische Nobelkomitee erklärte bereits, dass „der einzige gangbare Weg zu globalem Frieden und Zusammenarbeit über die Vereinten Nationen führt“. Bereits zum zwölften Mal in Folge entsendet die Julius-Maximilians-Universität Würzburg Studierende zu der weltweit größten akademischen Simulation der Vereinten Nationen, dem „National Model United Nations (NMUN)“, nach New York City. Jede teilnehmende Studentendelegation repräsentiert ein Mitgliedsland der UN und vertritt dabei die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen dieses Landes. Dies ist eine einmalige Chance für uns Studenten die Anforderungen, welche die Vereinten Nationen an die Diplomaten der Welt stellen, persönlich kennenzulernen.

Vorbereitung auf die Konferenz in New York

Nach einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren traf unsere neue Würzburger Delegation, die aus 16 Studenten aus den verschiedensten Fachbereichen besteht, zum ersten Mal zu einem Teambuilding-Seminar zusammen. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir die Ehre haben werden in New York die Republik Irland zu vertreten. Dabei bestimmen das Eintreten für Abrüstung, die Belange der Entwicklungsländer, Menschenrechte und ein hohes Engagement in den Vereinten Nationen (Mitglied seit 1955) die außenpolitischen Leitlinien Irlands.

Bevor es Ende März zu den diplomatischen Verhandlungen in New York kommen kann, bedarf es einer intensiven Vorbereitungsphase, um die komplexen Prozesse internationaler Politik besser verstehen zu können. In den vergangenen Monaten haben wir uns sowohl mit der Funktionsweise der UN, als auch mit der Kultur und Politik Irlands intensiv auseinandergesetzt. Dabei unternahmen wir auch eine Studienfahrt nach Berlin, wo wir u.a. mit einem Diplomaten im Auswärtigen Amt und mit dem irischen Botschafter, Michael Collins, in Kontakt getreten sind, um somit einen großen Input an Wissen über den Inselstaat zu erlangen und uns durch viele hilfreiche Tipps, den letzten diplomatischen Feinschliff aneignen zu können. Den Höhepunkt der Vorbereitungen stellen jedoch verschiedene Planspiele (MUNs) in Deutschland und Europa dar, zu denen wir in den letzten Monaten gereist sind, um unser Können praktisch auf die Probe zu stellen.

Erste internationale MUN Erfahrungen in Cambridge

An der renommierten Universität Cambridge hatte ein Teil unserer Delegation erstmals die Gelegenheit als Vertreter der verschiedenen Mitgliedsstaaten mit vielen weiteren engagierten Studenten aus der ganzen Welt über aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen in englischer Sprache zu debattieren und schließlich im Bündnis mit anderen Staaten Resolutionen zu erarbeiten.

Dabei merkten wir schnell, dass hier nicht nur Fachwissen gefragt war, sondern auch diplomatisches Feingefühl und rhetorische Fähigkeiten essentiell sind, um eine günstige Verhandlungsposition zu erreichen. Neben der Konferenz gab es zudem ein breites Angebot an sozialen Events, bei denen wir die Möglichkeit hatten, internationale Freundschaften zu schließen und nebenbei die historische Stadt Cambridge näher kennenzulernen. Zudem hatten wir bei der Eröffnungszeremonie die Möglichkeit zwei herausragende Vorträge von den UN-Mitarbeitern Alexander Downer und Michael Keating anzuhören, die uns mit ihrem eloquenten Auftreten inspirierten, uns weiterhin für die Idee der Vereinten Nationen einzusetzen, auch wenn ihr Gestaltungspotential durch immer wieder auftretende Blockaden begrenzt ist. Die UN, sei trotz aller Defizite, die einzige Weltorganisation, in der wesentliche Fragen über eine gerechtere Weltordnung diskutiert werden könnten, daher dürfe sie uns Weltbürgern nicht gleichgültig sein.

Weitere Höhepunkte und Erfolge

Ein weiterer Höhepunkt war unsere Teilnahme an der deutschlandweiten größten MUN in Hamburg, bei der vier unserer Delegierten (Sophia Hahn, Wibke Werner, Maximilian Betmann und Gabriel Kreuzer) mit dem „best position paper Award“ ausgezeichnet wurden. Zudem sammelten alle Mitglieder unserer Delegation wertvolle Erfahrungen, wie auch auf weiteren MUNs in Oslo, Prag und London. Dabei sind wir besonders stolz darauf, dass es Maximilian Betmann gelungen ist, in Oslo, der Stadt in der jährlich der Friedensnobelpreis verliehen wird, den „distinguished delegate award“ zu gewinnen.

Finanzielle Unterstützung

Finanzielle Unterstützung erhielt unsere Delegation bereits von der IHK Würzburg-Schweinfurt, der Sparkasse Mainfranken Würzburg, der Volksbank Raiffeisenbank Würzburg, Drykorn und der international tätigen Anwaltskanzlei Baker & McKenzie. Zudem wollen wir uns an dieser Stelle nochmal beim Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Christian Schuchardt, bedanken, der uns ebenfalls finanzielle Mittel zur Verfügung stellte. Da die Kosten, die zum Teil bereits bei den Vorbereitungen, vor allem bei der Teilnahme und Ausführung unserer Projekte selbst anfallen, nicht unerheblich sind, sind wir auf weitere Spenden und Sponsoren angewiesen und würden uns über finanzielle Unterstützung sehr freuen.

Wenn Ihr die NMUN-Delegation der Uni Würzburg gerne unterstützen möchtet, dann wendet Euch bitte an die UN Association Würzburg e.V., diese stellt auch Spendenquittungen aus. (IBAN: DE87 7905 0000 0044 4595 92, BIC: BYLADEM1SWU). Bei Fragen können sich die möglichen Sponsoren auch an delegation@nmun-wuerzburg.de wenden. 

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen oder sogar anstacheln – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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