Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Fensterln“ gründlich schief gegangen

„Auf frischer Tat ertappt“

LKR. WÜRZBURG. Einen vermeintlichen Einbrecher hat der Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Montagabend auf frischer Tat ertappt. Dem nicht genug stellte er auch noch dessen mutmaßlichen Komplizen vor dem Anwesen. Auch für die Polizei eigentlich ein Einsatzverlauf nach Lehrbuch. Doch die beiden daraufhin kurzzeitig Festgenommenen hatten tatsächlich nichts Böses im Schilde geführt.

Gegen 22.00 Uhr meldete sich der Wohnungsinhaber bei der Polizei. Er gab an, einen Einbrecher auf frischer Tat ertappt und diesen in seiner Wohnung eingesperrt zu haben. Außerdem sitze in einem Auto vor dem Tatort auch noch der Komplize des Täters, der sicher „Schmiere“ stehe. Unverzüglich machten sich daraufhin Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Land auf den Weg zum Einsatzort.

Wie aus dem Lehrbuch – Mit einem kleinen Haken…

Bis zu diesem Zeitpunkt war es ein Einsatz wie aus dem Lehrbuch: Ein aufmerksamer Zeuge verständigte sofort die Polizei, nachdem ihm die Verdächtigen aufgefallen waren. Die Beamten rückten an und kurz darauf klickten die Handschellen bei den „Tätern“ – einem 21-Jährigen und seinem ein Jahr jüngeren „Mittäter“. In diesem Moment kam jedoch noch die 16-jährige Enkelin des Wohnungsinhabers ins Spiel und brachte eine überraschende Wendung in den Fall.

Über das Fenster zur Freundin

Demnach, so schilderte sie gegenüber den Ordnungshütern, handelte es sich bei beiden Männern nicht um Einbrecher. Vielmehr habe sie ihrem 21-jährigen Freund freiwillig das Fenster geöffnet, so dass dieser – so zumindest geplant – unbemerkt zu Besuch kommen sollte. Auch den Begleiter trifft keine strafrechtlich relevante Schuld. Er hatte den jungen Mann lediglich mit dem Auto zu seiner Freundin gefahren.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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