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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Das CCW: Ein stylisches, ökologisches „Tagungs-Flaggschiff“

Umbau und Erweiterung kurz vor dem Abschluss

Rund anderthalb Jahre dauerte der Umbau von Würzburgs „Tagungs-Flaggschiff“, dem Congress Centrum (CCW). Nun sind die Bauarbeiten bis auf einige ergänzende Maßnahmen weitgehend abgeschlossen. Im Rahmen eines sogenannten „Soft Openings“ finden bereits seit September 2014 wieder Veranstaltungen in den bestehenden Räumen und den erweiterten Foyers statt. Laut der Main Post habe sich die Stadt Würzburg den Umbau und die Erweiterung des CCW rund 18 Millionen Euro kosten lassen.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „Kongressveranstalter erwarten heute eine Vielzahl unterschiedlich großer Tagungsräume und umfangreiche Ausstellungsflächen. Mit dem neu gestalteten Congress Centrum verfügen wir nun wieder über ein attraktives, zeitgemäßes Kongresshaus. Praktisch haben wir zwei Kongresszentren unter einem Dach mit großem Saal, Konferenzräumen und Ausstellungshallen, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Dies ermöglicht uns, die Position Würzburgs als Kongress- und Tagungsstandort langfristig zu sichern und weiter zu entwickeln.“

4 Tagungsräume und erweiterte Ausstellungsflächen

In der Panoramaebene im neuen zweiten Obergeschoss des CCW sind vier multifunktionale Tagungsräume von 62 bis 185 Quadratmetern entstanden. Diese Räume verfügen allesamt über einen beeindruckenden Ausblick auf den Main und die Festung Marienberg und können durch variable Trennwände flexibel an unterschiedliche Kundenwünsche angepasst werden. Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten erlauben auf einer Fläche von 680 Quadratmetern unterschiedlichste Veranstaltungsvarianten für bis zu 600 Personen.

Zudem wurden die Ausstellungsflächen des CCW von 1.800 auf 3.300 Quadratmeter vergrößert. Dazu wurde u.a. die frühere Passage im Erdgeschoss zum Innenraum umgestaltet. Durch die Verlegung der Garderobe und eine funktionale Neuordnung gewann das CCW allein auf dieser Ebene 800 Quadratmeter Präsentationsflächen hinzu. Davon können 500 Quadratmeter durch mobile Trennwände in einen separaten Raum verwandelt werden. Auch auf der Ebene des bestehenden Franconia-Saals wurden großzügige Ausstellungs- und Foyerflächen hinzu gewonnen. Die Gesamtkapazität des Hauses liegt jetzt bei 2.500 Personen, verteilt auf 13 Räume.

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Großteil der Bauarbeiten bei laufendem Betrieb

Während der Umbauzeit war das CCW 2013 und 2014 im nachfrageschwächeren Sommer jeweils für einige Monate geschlossen. Der Großteil der Bauarbeiten verlief jedoch bei laufendem Betrieb. Ziel war es, auch während der Bauphase so viele Veranstaltungen wie möglich zu realisieren, um wirtschaftliche Nachteile für den Kongress-Standort Würzburg zu minimieren.

Erschlossen wird das CCW über vier neue Zugänge. Dadurch können ab sofort zwei größere Parallelveranstaltungen durchgeführt werden. Alle Räume sind barrierefrei über Aufzüge erreichbar. Für die neue Optik des Hauses zeichnet das Stuttgarter Architekturbüro Blocher Blocher Partners verantwortlich. Die Architekten entwickelten dabei eine Entwurfsstudie des Würzburger Architekturbüros GKT Grellmann Kriebel Teichmann weiter. In exponierter Innenstadtlage ist mit der Erweiterung und Umgestaltung des CCW eine neue „städtebauliche Dominante“ entstanden.

Ökologisch optimiertes CCW

Das CCW präsentiert sich nicht nur größer und schöner, sondern auch ökologisch optimiert: Riesige Fensterflächen sorgen für einen hohen Tageslichtanteil. Neben einer hellen und freundlichen Atmosphäre zahlt sich dies in beträchtlichen Energieeinsparungen aus. Für Tageszeiten und Gebäudebereiche, in denen Kunstlicht unerlässlich ist, achteten die Planer und Fachingenieure ebenfalls auf Effizienz: Mit LED-Technik, einer integrierten Lichtsteuerung und einem ausgefeilten Lichtmanagement stellten sie sicher, dass der Stromverbrauch möglichst niedrig bleibt.

Auch beim Heizen des weitläufigen Gebäudes stehen ökologische Aspekte im Vordergrund. Produziert wird die Wärme unter hocheffizienten Bedingungen im nahe gelegenen WVV-Heizkraftwerk, das über umweltfreundliche Gas- und Dampfturbinenanlagen verfügt. Über das Fernwärmenetz und Übergabekomponenten landet die thermische Energie in der Fußbodenheizung des CCW. Diese benötigt eine vergleichsweise niedrige Vorlauftemperatur. Um an kalten Tagen die auf diesem Weg gewonnene Raumtemperatur trotz der großen Fensterflächen nicht gleich wieder an die Umwelt zu verlieren, ist das CCW mit einer Dreifachverglasung ausgestattet.

40% aller Übernachtungen Kongress- und Tagungsbesucher

Im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung ist das CCW der wichtigste Motor für Würzburg als Kongress- und Tagungsstandort. Aufgrund der guten Erreichbarkeit und der touristischen Vorzüge entwickelt sich die Nachfrage für Veranstaltungen in Würzburg weiterhin positiv. Wichtige Veranstalter und Impulsgeber für nationale und internationale Kongresse sind zum Beispiel die Wissenschaftler der Universität, vor allem aus dem medizinischen Bereich.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „Etwa 40 Prozent der gut 860.000 jährlichen Gästeübernachtungen werden von Kongress- und Tagungsbesuchern generiert. Dies entspricht einem Umsatz von etwa 55 Millionen Euro. Das CCW leistet dazu einen wesentlichen Beitrag und stellt damit eine lohnende Investition für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Würzburg dar.“ Nach Abschluss aller Bauarbeiten wird das CCW am Samstag, den 23. Mai 2015 von Oberbürgermeister Christian Schuchardt offiziell wieder eröffnet.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 

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