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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Sendereihe „Überall ist Mittelalter“

Vermächtnis Vergangenheit

Warum und wozu brauchen wir heute noch das Mittelalter? Auf diese Gretchen-Frage nach der Relevanz finden Mittelalterforscher üblicherweise zwei Standard-Antworten, erklärt der Tübinger Historiker Steffen Patzold gegenüber dem BR. Sie lauten: „Überall ist Mittelalter“ und „Nirgendwo ist Mittelalter“. Aber er wagt noch eine dritte Antwort: „Das Mittelalter ist deshalb relevant, weil unsere Welt aktuell in vielerlei Hinsicht wieder in merkwürdig interessante Nähe zum Mittelalter gerät, ohne sich deshalb aber einfach historisch dorthin zurück zu entwickeln.“

Sendereihe „Überall ist Mittelalter“

Dome, Burgen und alte Stadtmauern gehören zu den sichtbaren Zeugnissen des Mittelalters. Doch das Erbe dieser Epoche ist viel größer. Es beeinflusst den Alltag der heute lebenden Menschen auf vielfältige Weise: Institutionen und Strukturen des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens, Wortschatz und Sprachmuster, Typen von Kunst und Literatur sowie Ordnungsformen des Wissens – all das hat mittelalterliche Wurzeln. Mittelalterforscher, Kunst- und Philosophiehistoriker sowie Philologen gehen bei der Ringvorlesung „Überall ist Mittelalter“ auf Zeitreise. Sie nehmen ihr Auditorium mit in die Zeit des Minnesangs, der Ritter und des schwarzen Todes. Veranstaltet wurde die Vortragsreihe an der Universität Würzburg.

Ringvorlesung online

Teil der Vorträge aus der Ringvorlesung „Überall ist Mittelalter“ sind von ARD Alpha aufgezeichnet worden. Die Vorträge werden in einer auf 30 Minuten gekürzten Fassung ab der 9. Kalenderwoche (d. h. ab 23. Februar) jeweils montags um 19 Uhr ausgestrahlt und dienstags um 9.30 Uhr bzw. samstags um 14 Uhr wiederholt. Die vollständige Langfassung der Vorträge könnt Ihr euch hier anschauen.

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