Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

s.Oliver Baskets gewinnen Spitzenduell gegen 46ers aus Giessen

Erster gegen Zweiter

Am Samstag war das Spitzenduell der ProA zwischen den s.Oliver Baskets und den Giessen 46er in der Faschungshochburg Würzburg angesagt. Die Baskets waren vor dem Spiel mit acht Punkten Vorsprung klarer Tabellenführer, wohingegen sich Giessen auf Platz 2 punktgleich mit Würzburgs Nachbarn aus Nürnberg befanden.

Hinspiel mit Hindernissen

Das Hinspiel kurz vor Weihnachten letztes Jahr war sicherlich Teil der Coach-Ansprache vor dem Spiel. Drei Viertel lang lief man dem 3:10 Fehlstart hinterher. Mit Glück kämpfte man sich im letzten Viertel heran und dank Mallets Dreier mit Foul konnte man ausgleichen in der Schlusssekunde. Den Freiwurf zum Sieg verfehlte er allerdings. In der Verlängerung war es dann aber doch eine klare Sache für die Würzburger und sie gewannen mit 82:71.

3er bringen die Führung

Das Spiel startete auf beiden Seiten etwas nervös. Wie die Giessner trafen auch die Würzburger eine schlechte Wurfauswahl,  hatten aber zudem mehr Probleme den Defensive Rebound zu sichern. Ruben Spoden nahm sich dann ein Herz, den Ball zwei Mal an der 3er-Linie in die Hand und traf zur ersten Führung Würzburgs. Fenn und Dunbar legten ebenfalls einen Dreier nach, so dass man gut drei Minuten vor Ende des Viertels mit 15:10 führte. Dennoch blieb die Partie offen und das Viertel schloss auch wegen der weiterhin anhaltenden Reboundschwäche der Baskets (8 Offensive Rebounds für Giessen!) mit 19:15.

13-Punkte-Führung zur Halbzeit

Etwas besser wurde es dann im zweiten Durchgang, zumindest was die Wurfausbeute anbelangte. Da bei Giessen stellenweise wenig zusammenlief, konnte man Mitte des zweiten Viertels die Führung leicht auf 24:15 ausbauen. Ein ordentliches Spiel machte vor allem Givens mit seinen 12 Punkten. Aber auch Spoden (8) sowie Medlock (3 Assists) leisteten bis dahin ihren Beitrag, wohin Kapitän Fenn noch nicht so richtig in Fahrt kommen wollte.Überraschender Weise spielte Carlos Medlock noch keine Rolle, was womöglich auch seiner sehr geringen Spielzeit von nur 6:25 Minuten geschuldet war. Bei einem Spielstand von 36:23 schickte die Sirene beide Teams in die Kabine zur Halbzeitpause.

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Fenn und Medlock im Spiel

Mit 3ern startete auch die zweite Halbzeit, Dourisseau und Spoden von draußen, auf die aber die Giessener immer die passende Antwort fanden. Fenn jetzt stärker beim Punkten unter dem Korb und Medlock sammelte zum 48:36 auch seine ersten Treffer. Fenn und Medlock waren es dann auch, die im 3. Viertel die Baskets fast im Alleingang zu einer 20-Punkte-Führung zum 59:39 ausbauten.

75:54 Sieg für den Spitzenreiter

Im vierten Viertel passierte lange Zeit auf Würzburger Seite nichts. Gerade mal zwei weitere Punkte in 5 Minuten erzielten zu diesem Zeitpunkt die Baskets. Die 46ers hingegen nutzten die Gunst und kamen wieder bis zum 61:49 heran. Plötzlich war aber wieder Ruben Spoden präsent, der seine Punkte 12 bis 17 sammelte. Als er dann noch einen 3er dazugab, war den Würzburgern gut zwei Minuten vor Spielende der 20. Sieg nicht mehr zu nehmen.

Die Baskets lieferten nach kleinen Anfangsschwierigkeiten eine überzeugende und für die gut 3.000 Zuschauer unterhaltsame Partie. Es wird schwierig sein, den Unterfranken das Heimrecht des Erstplatzierten streitig zu machen. Zum #WueComeback und den Wiederaufstieg in den Beko BBL reicht das aber nicht, dafür müssen sie schon das Finale der Play-offs erreichen.

Würzburgs Beste

Zu den besten Würzburger Spielern gehörten der MVP Givens mit 14 Puntekn und 9 Rebounds sowie

  • Spoden 20 Punkte (4 x 3er)
  • Fenn 13 , 10
  • Medlock 10, 5 Assists

Off-Court: Giessen-Würzburg-Connections

Schaut man auf den Entourage Giessens lassen sich einige Verbindungen zu Würzburg herstellen. Coach Denis Wucherer spielte 2000/01 selbst bei der DJK s.Oliver Würzburg bevor er über viele Stationen als Spieler und Trainer letztlich 2013 bei den 46ers landete.

Wucherers Bruder Nicolas war ebenfalls ein X-Ray, der damals vom MTV Giessen abgeworben wurde und mit Nowitzki, Greene & Co. den Bundesliga Basketball nach Würzburg brachte. Heute ist er Anwalt in Veitshöchheim und trainiert jugendliche Mädchenteams.

Die Brüder Wucherer konnte man dann bei den letztjährigen Ü40-Meisterschaften auf dem Parkett bestaunen, bei denen sie für die TG Würzburg zunächst den südostdeutschen Titel sicherte und sich später erst im Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister DBV Charlottenburg in der Verlängerung geschlagen geben musste.

Wechselmonster „ChaCha“

Dann wäre da noch Achmadschah Zazai. Der in Berlin geborene Aufbauspieler erhielt nachdem die Baskets neben dem FC Bayern München in die Beko BBL aufgestiegen waren im Sommer 2011 zunächst einen 1-Jahresvertrag in der Domstadt. Gleich im September ohne nur ein einziges Punktespiel für die Baskets bestritten zu haben, zog er eine Ausstiegsklausel und wechselte prompt nach Giessen. Dort spielte er bis 2013 für die 46ers, gastierte kurze Zeit beim Erstligisten Löwen Braunschweig, bevor er im Januar 2015 wieder zurück nach Giessen kehrte.

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