Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Festkommers Procrastinia zu Würzburg: Verleihung des Martin-Buederhagen-Preis

Procrastinia in Kooperation mit MBS

Die Studierendenverbindung Procrastinia zu Würzburg lobte heuer in Kooperation mit der Martin-Buederhagen-Stiftung zum ersten Mal den Martin-Buederhagen-Preis aus. In einem aufwendigen Auswahlverfahren wurden über das soziale Medium Facebook jene deutschen Staatsbürger gesucht, die besondere Verdienste gegen linkslinkes Gutmenschentum den Kampf angesagt haben.

11-Facebook-Freunde müsst Ihr sein

In modernster Manier konnten die Facebook-Fans der Landsmannschaft der Fachjury in den Kommentaren seit dem 27. November Vorschläge unterbreiten. Diese blieben aus, aber die 11 Personen (über 5 % aller Fans) nicht zu enttäuschen, die ihr „Gefällt mir“ (digitaler Fingerabdruck) hinterließen, entschlossen sich die Bundesbrüder Procrastiniae zum undemokratischen Schritt, die Jury alleine entscheiden zu lassen, wer die ersten Preisträger sein sollten.

 

Am Morgen des 4. Februar kam es schließlich zur Bekanntmachung der Preisträger: Dr. Leonard Landois und Christian J. Papay werden für ihren „herausragenden und gleichwohl öffentlich wirksamen Einsatz gegen links-grünes Gutmenschentum im Rahmen ihres journalistischen Schaffens im Kampf gegen den Linksextremismus stellvertretend für die Redaktion von Würzburg überleben ausgezeichnet.

Eröffnungsrede von Senior Dominik Schenk

Durch den Festkommers, der gleich am selben Nachmittag in der Neubaukirche stattfand, führte der Senior Procrastiniae Dominik Schenk. In seinen einführenden Worten erzählte er eindrucksvoll, wie er damals als Mitglied des Sprecherrats in der Wahlperiode 2010/2011 am eigenen Leibe unter dem linkslinken Gutmenschentum dieser Gremien leiden musste. Hatte man ihm als gewählter Vertreter aller Studierenden (1472 Stimmen von 19.834 Wahlberechtigten 7,4 %) Mitbestimmung und Macht der Hochschulpolitik versprochen, verdonnerte man ihn zu sozialistischen Amtsaufgaben wie Garderobendienst bei der Hublandparty und Getränkekoordination bei den Campuslichtern.

Erfolgreich und korporiert

Als er als Grünenpolitiker bei den Kommunalwahlen 2014 scheiterte und es schon wieder nicht mit der Macht klappen sollte, entschied sich Schenk in einem vertrauensvollen Gespräch, bei seinem Politidol Winfried Kretschmann Rat einzuholen. Der Alte Herr der Carolingia Hohenheim verriet ihm, dass sein politischer Erfolg maßgeblich auf den Seilschaften in Verbindungskreisen zurückzuführen sei. Bei der Procrastinia als Fuchs einzutreten und Waffenstudent zu werden, war daher logische Konsequenz. Kurze Zeit später trug die Entscheidung Früchte und Schenk wurde in den Kreisvorstand der Grünen gewählt. Dass er heute als Senior der neu-ehrwürdigen Studierendenverbindung vorstehen und den heutigen Preis verleihen dürfte, sei ihm zu höchster studentischer Ehre gereicht. Mit „Prost hohe Corona“ schloss Schenk seine Eröffnungsworte.

Fuchsmaleur Klemens Hohnbaum mit Laudatio

Die Laudatio für den beiden Preisträger verlas Fuchsmaleur Klemens Hohnbaum vulgo Knorkator, der ebenfalls in der Wahlperiode 2013/2014 versucht hatte, dem Gutmenschentum im SSR ein Ende zu setzen (ihm reichten hierfür 277 Stimmen bei den Hochschulwahlen), aber dessen Motto „Wein auf Bier, das rat ich Dir, Bier auf Wein, das rat ich Dir„, einfach besser zu einer Studierendenverbindung als zu den verkifften Hochschulvertretern passt. Dass die Jury sich für die beiden Preisträger entschied, machte man maßgeblich an den Veröffentlichung dieser Artikel fest, die aufzeigen, wie linksverseucht unser schönes Würzburg doch eigentlich ist, ihnen allesamt Ansporn gewesen ist.

Kategorie: „Kunst“

Der Artikel „StudentenStein/StreetArt (kurz SS/SA)“ aus der Serie indymedia entarten Würzburger Kunst (knapp vor der Pressemeldung der Bayerischen Polizei und dem Artikel der Qualitätspresse aka Lügenüresse) sprach man als erstes in der Laudatio. Die Jury begründete den 1. Platz damit, dass Würzburg überleben, den Prozessjournalismus durch den Speed Journalismus optimiert hat. Aus der Verwendung der roten Farbe für die Schmierereien und kopieren zweier E-Mails konnte binnen einer Minute ein investigativer Artikel erstellt werden, für den die Qualitätspresse mit ihrem Zwei-Quellen-System einen ganzen Tag (inkl. Druck) gebraucht hat.

Kategorie „Freizeit“

Obwohl man den BR nur paraphrasierte, konnte man mit dem Artikel „Lockerung des Schwimmverbots islamischer Frauen durch Einführung des Burkini“ auch in der Kategorie „Freizeit vor dem Staatsfernsehsender, der dieselbe Story etwas gemäßigterem Titel „Burka statt Bikini“ anteaste (leider nach Druck des Intendanten im Netzt gelöscht, die Anfangszeilen sind hier nachzulesen) gewinnen. Der Sieg in dieser Kategorie begründete die Jury durch das geschickte Verwenden von Nettiquetten und AGB, die das ungefragte Löschen von Beschimpfungen und Beleidigungen in den Kommentaren erlaubt. Da Linke nur selten ohne diese stilistischen Mittel auskommen, findet man in den über 200 Kommentaren nur stramm rechts, aber stets als Meinungen formulierte Äußerungen, auf keinen Fall versuchte aber Würzburg überleben auf die Kritik der linken Gutmenschen sachlich einzugehen.

Kategorie „Schöner Wohnen“

In der Rubrik „Schöner Wohnen“ tat sich die Jury indes sehr schwer. Um den Sieg der Kategorie stritten sich die Diözese Würzburg und Würzburg überleben, die mit der Aufarbeitung des Themas „neuer Wohnraum für Flüchtlinge“ auf identische Texte (1 und 2) setzten. Obwohl beide Nominierten verpassten, die Fragestellung aufzuarbeiten, wie denn aus 60 Studentenzimmern nach der Renovierung nur 40 Flüchtlingszimmer werden können oder warum die unlängst fällige Restaurierung des Wohnraums prompt erst zu dem Zeitpunkt erfolgt, als der Staat Subventionen für Renovierungen im Zuge der Flüchtlingsunterbringungen ankündigt, gaben letztlich Kleinigkeiten den Ausschlag für den knappen Sieg von Würzburg überleben. Denn Gutmenschen hätten den Umstand nicht schöner umschreiben können als POW: „Wohnraum für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“, da konnte durch die knallharte Überschrift von Würzburg überleben, die das Kind beim Namen nannte, auch nur ein Sieger feststehen. Mit dem Titel: „Studentenwohnheim wird zum Flüchtlingswohnheim“ wurden die Fakten knallhart benannt und dass man im Facebook-Postingtext zunächst von Mietvertragskündigungen sprach und dem Ausbleiben von sicher geglaubten Mietvertragsverlängerungen, verzieh die Jury selbstverständlich.

Kategorie Politik:

In dieser Kategorie fiel es der Jury wieder ziemlich einfach. Die Main Post war ebenfalls nominiert, konnte aber durch den Umstand, dass ein Redakteur, der aus der ersten Reihe der NoWüGIDA-Gegendemonstration undercover objektiv berichten wollte und dann dem linken Gedankengut verfiel, nicht mehr berücksichtigt werden. Würzburg überleben hingegen verhielt sich geschickter, blieb im warmen Büro und kopierte Pressemitteilungen der Polizei, von der man weiß, dass sie das Demonstrationsverhalten in ihren Pressetexten so wiedergibt, als hätte Deutschland nur zwei Probleme: Gewalt des Linksextremismus und Marihuana-Besitz in Grammhöhe. Schön, dass an dieser Stelle immer wieder die Meinung der Polizei und die objektive Meinung der Redaktion deckungsgleich ist: Linksradikale sind radikal.

Kategorie Hochschulpolitik:

Hier war Würzburg überleben konkurrenzlos, denn tatsächlich interessiert sich in Würzburg keiner für das, was eine Gruppe von 20-Jährigen in irgendwelchen Hochschulgremien macht. Über etwaige Berichterstattung sind Studierendenverbindungen froh, weil gewiss ist, dass nur die LHG und der RCDS auf Anfragen antworten und die anderen selbstverständlich nicht mit der Lügenpresse sprechen – mit einer Ausnahme, ein Vertreter gab nach anfänglicher Ablehnung dann doch mal ein Interview vor der Kamera, war aber so nervös und nichtssagend, dass es bisher keine Wiederholung gab.

10.000 Euro dotierter Preis

Mit dem Preisgeld wollen die beiden Geschäftsführer den nächsten Wahlkampf des RCDS und der LHG unterstützen. Es würde ausreichen, jedem Studenten einen Mensagutschein zu schenken, damit er zur Wahl geht, vielleicht dehne man die Aktion auch auf Studentinnen aus. Dabei ist es gar nicht wichtig, ihnen zu sagen, was sie wählen sollen. Bisher wird die politische Ausrichtung des SSR ja vor allem durch die Nichtwähler geprägt  – wer nicht wählt, unterstützt Extremismus).

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