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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bäumchen versteck dich – Würzburg und das liebe Grün!

Würzburg hat in den letzten Jahren einen unliebsamen Titel erhalten

Im Kreise mancher auswärtiger Umweltaktivisten rangiert die Mainmetropole als Baumvernichtungsstadt, ein Umstand, den der Kreisverband der LINKEN kritisiert. Diese Bezeichnung verärgert vor allem auch Umweltschützer in der Stadt. So wurden in den letzten Jahren mehrere hundert Bäume in Würzburg gefällt und weitere Planungen beinhalten eine erneute Zurückdrängung des kostbaren Baumbestandes der Stadt.

Ersatzpflanzungen nicht im nahen Umfeld

Im Jahr 2012 wurden alleine an den Mainwiesen über 200 Pappeln gefällt, Neupflanzungen wurden jedoch eingeleitet. Diese Ersatzpflanzungen waren aber nicht immer am gleichen Ort geplant. So wurde nicht selten der reduzierte Bestand durch Aufforstung außerhalb der Innenstadt „ausgeglichen“. Auch wurden bei der 2014 – trotz ausstehender Gerichtsverfahren – bewilligten Überbauung des Benediktinerareals über 50 Bäume gefällt. Diese Ersatzpflanzungen werden aber nicht im nahen Umfeld ausgeglichen, sondern im Würzburger Wald. Hierdurch können jedoch die Frischluftschneisen in der Innenstadt nicht mehr wie vorher erhalten werden. Aufgrund der Kessellage der Stadt und der aktuell heiß diskutierten Feinstaubproblematik ist ein solches Vorgehen aus Sicht der LINKEN nicht sinnvoll.

Erneut zahlreiche alte Bäume gefällt

Dieser Tage werden unweit davon weitere alte Bäume gefällt. Das Gartenbauamt beklagt deren mangelhafte Standhaftigkeit und verspricht Ersatzpflanzungen. Doch Kreissprecherin Heike Pauline Grauf bezweifelt, dass man sich seitens der Stadt intensive Gedanken gemacht hat, die vorhandenen Bäume praktikabel abzustützen oder umzupflanzen. Dies ist ihrer Ansicht nach dringend nötig, denn die vergleichsweise spärlichen Ersatzpflanzungen reichen nie aus, um die Ökobilanz eines gestandenen Baumes für die nächsten Jahre wiederherzustellen.

Neubau mit Tiefgarage führt zu Verminderung des Baumbestands

Wenige hundert Meter stadteinwärts sind am Mozartareal und am Kardinal- Faulhaber-Platz Veränderungen angedacht und werden in der Bürgerschaft und im Stadtrat diskutiert. Neben den baulichen Gestaltungsfragen mahnt die LINKE an, dass gerade ein Neubau mit Tiefgarage zu einer weiteren Verminderung des dortigen Baumbestandes führen wird. „Unter diesen Gesichtspunkten scheint es kaum verwunderlich, dass man den Eindruck gewinnen kann, dass Bäume rundweg zu weichen haben, wenn in Würzburg etwas verändert werden soll. Das ist nicht nur bedauerlich, sondern beklagenswert“, so urteilt Sebastian Roth, Stadtrat der LINKEN in Würzburg.

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Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des KV DIE LINKE Würzburg/Main-Spessart

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