Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Wilder Stier in den Weinbergen: Polizei muss aggressives Tier erlegen

In die Weinberge geflüchtet

ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. Nachdem die Polizei in Würzburg heute bereits ein aggressives Wildschwein erlegen musste, kam es bei Alzenau ebenfalls zu einem außergewöhnlichen Einsatz. Ein ausgebrochener Stier hat am Donnerstagmittag die Alzenauer Polizei in Atem gehalten. Das Tier flüchtete in die Weinberge um Hörstein. Nachdem das Tier eingefangen werden konnte, rannte es einen Zaun um und befreite sich aus dem Gatter. Es drohte dann auf die Straße bzw. in ein Wohngebiet zu laufen. Daraufhin mussten Beamte den Stier aus Sicherheitsgründen erlegen. Der Tierhalter war vor Ort und mit der Maßnahme einverstanden.

Auf dem Weg zum Schlachter entkommen

Beim Entladen eines Transporters hatte ein Stier gegen 11:30 Uhr versucht, dem Schlachthaus zu entgehen und war seinem Besitzer davon gelaufen. Zwei Männer hatten noch probiert, das Tier aufzuhalten. Sie wurden einige Meter auf dem Hof mitgeschleift und mussten ihren Versuch aufgeben. Das höchst erregte Rind flüchtet zunächst über Felder in die Weinberge und wurde von mehreren Streifen und einem Jagdpächter verfolgt. Glücklicherweise kam es zu keinem direkten Kontakt zwischen dem Tier und vielen Spaziergängern die zu dieser Zeit mit ihren Hunden in den Weinbergen unterwegs gewesen waren.

Erste Einfangversuche der Beamten mussten abgebrochen werden, da der Stier sich aggressiv verhielt und sofort auf die Einsatzkräfte losging. Es gelang schließlich mit Hilfe des Eigentümers, das verstörte Tier in eine Koppel in der Nähe des Oberen Röderwegs zu locken. Zunächst war geplant, einen Tierarzt anzufordern, der das Tier betäuben sollte. Dieser konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig vor Ort kommen.

850 kg Tier steuert auf Wohngebiet zu

Denn als der Stier plötzlich aus der sicher geglaubten Koppel ausbrach, mussten die Beamten verhindern, dass das etwa 850 kg schwere Tier in das direkt angrenzende Wohngebiet am Königsberg läuft. Das Risiko, dass dort Menschen von ihm angegriffen und verletzt werden könnten, war den Einsatzkräften zu hoch. Speziell geschulte Polizisten und ein Jäger mussten das Tier daher vor Ort mit Gewehren erlegen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.
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