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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ausstellung in der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums

„Mikrokosmos der besonderen Art“ – Natur unter dem Elektronenmikroskop

Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Pflanzenoberflächen machen für unser Auge unsichtbare Strukturen sichtbar. Diese zum Teil äußerst bizarren Formen auf der „Pflanzenhaut” erfüllen vielfältige Aufgaben für die Pflanzen selbst oder im Wechselspiel mit ihrer Umwelt. Der Würzburger Fotograf Stefan Diller beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit wissenschaftlicher Fotografie. Gezeigt werden Nutz- und Nahrungspflanzen aus dem Bestand des Botanischen Gartens Würzburg sowie eine kleine Auswahl von Strukturen aus Technik, Tierreich und Medizin.

Spezielle Art der Colorierung 

Die Strukturen sind in großen Farbbildern dargestellt. Dafür hat Stefan Diller eine spezielle Art der Colorierung entwickelt: „Mein Rasterelektronenmikroskop (REM) kann auch Farbe, mit Hilfe von farbigen Bildsignalen aus acht Detektoren. Das muss man sich so vorstellen wie mit Farbfolien versehenen Scheinwerfern in der normalen Photographie, die das Objekt aus verschiedenen Richtungen beleuchten. Es ist also keine Farbe, die mit der Wirklichkeit des Präparates etwas zu tun hat, sondern eine ästhetische Entscheidung des Mikroskop-Bedieners“.

Betrachter „fliegt“ in mikroskopischen Filmen

Neben Bildern ist auch eine Bildschirm-Präsentation in die Ausstellung integriert, auf der „nanoflights“ über Pflanzenoberflächen zu sehen sein werden. In diesen mikroskopischen Filmen ‚fliegt‘ der Betrachter scheinbar über die Oberflächen, die sich wie eine unbekannte Welt vor seinem Auge entfalten. Für diese neue Art der Wahrnehmung von Mikrostrukturen im Rasterelektronenmikroskop entwickelte Stefan Diller die nanoflight®-Technik und wurde dafür von der Deutschen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie 2013 mit dem Technikpreis der DGE ausgezeichnet. In dem nur wenige Minuten dauernden Kurzfilm steckt ein sehr hoher Zeitaufwand von über 500 Stunden im Elektronenmikroskop.

Facts

  • Vom 29.1. bis 29.3.2015 im Eingangsbereich rechts
  • Täglich geöffnet von 8.00 bis 18.00 Uhr
  • Der Eintritt ist kostenfrei.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Universitätsklinikum Würzburg. 

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