Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

SMAUL-Finanzrecherche: OBI als Sponsor von WÜGIDA?

Gedanken zur finanziellen Situation der WüGIDA

Ein Gastbeitrag der satirischen SMAUL-Redaktion. 

Endlich ist wieder was los in Würzburg, respektive in Städten überall in Deutschland! Ein Hauch der 68er weht durch die ganze Nation: Menschen, die von irgendwas überzeugt sind, brüllen sich an. Sie sind politisch aktiv, schwenken selbst gebastelte Plakate, ja, in ihren aufregendsten Momenten beginnen sie sogar, miteinander zu rangeln. Während Rechte, Linke und Mittlere in den düsteren Straßenschluchten vor der Residenz aufeinanderprallen, versucht SMAUL, den finanziellen Hintergrund der WüGIDA-Bewegung zu ermitteln.

Subtile Psychologie erleichtert investigativen Journalismus

Keine leichte Aufgabe. Trifft man doch gerade bei diesen Voll- und Volksdeutschen, die sich unverstanden fühlen, häufig auf eine braungrau gestrichene Mauer des Schweigens. Doch unser Sportressortleiter Jokel Weiszman hat sich mit seiner freundlichen Art und seiner offenen Hose auch bei den sensiblen Wutbürgern von WüGIDA liebkind gemacht. Fröhlich und islamkritisch bömmelt zum Beispiel sein Mikrofon herein, beziehungsweise heraus.

OBI als Sponsor?

Mit Argusaugen beobachtete der Investigativjournalist, dass bei den WüGIDA-Anhängern immer wieder ein Anhänger des Baumarkts OBI ins Bild trällerte. Das wurde auch auf Bildern des MainPost-Livetickers von der gestrigen Demo ersichtlich (zum Beispiel 19.36 Uhr). Zu Recht fragte auch eine „Leserin“ um 20.32 Uhr: Wieso steht eigentlich jedes mal bei der Pegida-Demo in WÜ ein OBI-Anhänger? Sponsert Obi das?

Die Wahrheit ist orange-rot

SMAUL-Urgestein Jokel Weiszman konfrontierte den örtlichen OBI-Pressesprecher Bernie Bieber mit dem Verdacht, die misslungenste Marketing-Aktion nach dem zweiten Weltkrieg zu führen. „Einen Scheißdreck sponsorn wir die!“, knurrte der PR-Knecht und lief vor Wut orange-rot an. Jokel gab nicht auf. Er befragte die wenigen Rentner, die im Hintergrund mit Deutschlandfahnen an den Einkaufswägen Zement, Bewegungsmelder und Schrotflinten kaufen. „Mia baue Bungger! Die hamm uns Flüchdlingge unnd Islamis nei unser Dorf gedahn“, geben die geistig und körperlich reifen Mitbürger nur allzu gern Auskunft.

Abbruch der Recherche vor Ort

Das Interview musste Weiszman dann abbrechen. Die Befragten entlarvten ihn aufgrund seines Mikrofons als Mitglied der Lügenpresse. Spontan versuchten sie, unseren Star-Reporter mit dynamischen Gartenmaschinen (Häcksler, Kettensäge) zu zerkleinern. Als sie von ihm abließen, um einen original Weber Holzkohlegrill für ihn anzuschüren, überlegten sie ein Momentchen zu lange, ob sie ihm nicht doch aus prachtvollen Holzbohlen einen Galgen vorbereiten sollten (zum Beispiel mit einer modernen Tischkreissäge für 59,99 Euro). Jokel Weiszman konnte unter Einsatz seines Lebens flüchten. Er sitzt seitdem zitternd und zusammengekauert in der Ecke des Redaktionsbüros.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen oder sogar anstacheln – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen – auch in satirischer Form. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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