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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bündnis für Zivilcourage: Einladung an Pegida zum Dialog

„Würzburger Bündnis für Zivilcourage“ bietet Teilnehmer/Innen von PEGIDA-Demonstrationen Dialogtreffen an

Seit vielen Wochen befindet sich Würzburg nahezu jeden Montagabend in einer Art „Ausnahmezustand“. Auf den Straßen versammeln sich Menschen, um für bzw. gegen Inhalte der PEGIDA zu demonstrieren. Dies ist verbunden mit erheblichen Sicherheitsmaßnahmen. Viele Menschen in Würzburg sind durch diese Entwicklung beunruhigt und befürchten eine weitere Verschärfung der Auseinandersetzungen.

Sorge um öffentlichen Frieden

Diese Sorge wird, laut einer Pressemeldung des Bündnisses für Zivilcourage, durch die Tatsache verstärkt, dass die Beteiligung von Personen aus dem rechtsradikalen Spektrum an den PEGIDA-Kundgebungen zugenommen hat. Dazu komme, dass offensichtlich viele Teilnehmer/Innen an PEGIDA-Demonstrationen nicht in Würzburg oder im näheren Umfeld leben. Der Sprecherrat des „Würzburger Bündnisses für Zivilcourage“ teile die Sorge vieler, in Würzburg lebender Menschen um den öffentlichen Frieden.

„Wir sind davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, auf der Basis unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung in einen Dialog über die unterschiedlichen Positionen einzutreten. Deshalb laden wir jene Vertreter/Innen und Organisator/Innen der PEGIDA-Demonstrationen, die in Würzburg Zuhause sind, zu einem moderierten Gespräch an einem neutralen Ort ein.“

Bündnis für Zivilcourage: Rechtsradikales Gedankengut unerwünscht

Die Vertreter des Würzburger Bündnis für Zivilcourage erklären weiter: „Wir wählen den Weg der öffentlichen Einladung über die Medien, weil uns keine Ansprechpersonen auf Seiten der Würzburger PEGIDA bekannt sind. Voraussetzung für ein solches Gespräch ist, dass auf Seiten der PEGIDA an diesem Dialogtreffen keine Angehörigen von NPD, dem früheren „Freien Netz Süd“ oder rechtsradikalen Kameradschaften beteiligt werden. Wir erwarten darüber hinaus, dass sich die Vertreter/Innen der Würzburger PEGIDA von den genannten Personenkreisen und deren rechtsradikalem Gedankengut vorab distanzieren.

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Auf Seiten des Würzburger Bündnisses hält man es für sinnvoll, dass das Dialogtreffen moderiert wird. Das „Würzburger Bündnis für Zivilcourage“ wird hierfür eine Person mit mediatorischen Fähigkeiten benennen und bietet den Würzburger „Pegida“ an, ebenfalls eine Moderatorin bzw. einen Moderator zu benennen. Ort und Termin werden unter den Dialogpartnern vereinbart. Das Aktionsbündnis bittet deshalb um eine namentliche Rückmeldung für die Vereinbarung der nächsten Schritte bis Dienstag, 20. Januar 2015, 15.00 Uhr an sprecherrat@zivilcourage-wuerzburg.de.

Berichte über Pegida und Anti-Pegida

Alle Beiträge zu den Demonstrationen in Würzburg findet Ihr hier.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Würzburger Bündnis für Zivilcourage. 

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