Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburger Satirezeitschrift: SMAUL c’est Charlie

Ein Gastbeitrag der SMAUL-Redaktion

„Wasser auf den Mühlen“

Es wäre falsch, jetzt zu schweigen. Islamistische Terroristen haben in Paris zwölf führende Mitarbeiter der religionskritischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ kaltblütig umgebracht. Sie nehmen an, dass Sie den Propheten gerächt haben. Dabei haben sie weder Allah noch dem Islam irgend etwas Gutes getan.

Im Gegenteil, diese Tat ist lediglich Wasser auf die Mühlen anderer hasserfüllter und intoleranter Menschen. Einerseits von rechten Populisten und Politikern in ganz Europa, die alle Muslime in einen Topf werfen und sie als Sündenböcke für Fehlentwicklungen missbrauchen. Andererseits von anderen ohnmächtigen und verblendeten Islamisten, die nicht genug Selbstbewusstsein besitzen, um Kritik an ihrer Religion zuzulassen und Werte wie Demokratie und Toleranz mit den Füßen treten.

SMAUL erklärt sich solidarisch

Doch für alle friedliebenden Menschen, nicht nur Christen, Juden oder Atheisten, sondern ebenso für Millionen Muslime in Frankreich und der Welt, ist diese grausame Tat mit keiner Religion der Welt oder irgendeiner Weltanschauung zu begründen.

Die SMAUL als kleine Satirezeitschrift erklärt sich solidarisch mit den Opfern dieser Tat. Egal, ob Journalisten, Autoren oder andere ihre Meinung äußern, ob satirisch oder sachlich: Einschüchterung, Gewalt und Morde dürfen NIEMALS DIE MEINUNGSFREIHEIT GEFÄHRDEN. Nicht nur als Satirezeitschrift, sondern als Persönlichkeit sollten wir alle uns deshalb in unserem Alltag in keiner Weise einschüchtern lassen. Jedes Mal, wenn wir denken: Eigentlich sollte ich jetzt was sagen, aber ich habe Angst, sollten wir versuchen, uns zu überwinden. Denn jeder kann etwas gegen Einschüchterung tun – und wenn es nur darum geht, nicht mehr wegzuschauen, jemanden anzusprechen oder die Polizei zu rufen.

Nachdenkliche Grüße, die SMAUL-Redaktion.

Ein Gastbeitrag der SMAUL-Redaktion

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