Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Rund 300 WüGIDA-Anhänger bei Kundgebung

 1.500 Teilnehmer beim Montagsspaziergang

Auch am heutigen Montag, den 5. Januar, kam es wieder zu mehreren Demonstrationen in der Würzburger Innenstadt. Die Initiative „Würzburg lebt Respekt“, die Würzburger Montagsspaziergänger und das Würzburger Bündnis für Zivilcourage riefen heute um 17.30 Uhr zu einer „STOPPT PEGIDA“-Demonstration auf. So wurde die Demo auf der Facebook-Seite der Würzburger Montagsspaziergänger angekündigt. Die Demo startete am Kiliansbrunnen auf dem Bahnhofsvorplatz und führte bis zum Vierröhrenbrunnen. Offiziell angemeldet war diese unter dem Titel: „Für eine nachhaltige Politik und Lebensweise, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“. Etwa 1.000 friedliche Teilnehmer starteten laut Polizeibericht am Hauptbahnhof, bei der Abschlusskundgebung am Vierröhrenbrunnen waren es zwischen 1.400 und 1.500 Teilnehmer. Der Demo-Zug lief absolut friedlich ab.

Etwa 300 WüGIDA-, mind. 800 Gegendemonstranten

Die PEGIDA (der Würzburg-Ableger nennt sich WüGIDA) traf sich heute, wie schon bei der letzten Demonstration im vergangenen Dezember, am Eingang in die Neubaustraße auf Residenzseite. Dieses Mal wurde die Demonstration unter dem Titel „Kein Religionskrieg auf deutschem Boden“ angemeldet. Etwa 300 Teilnehmer schloßen sich, laut ersten Schätzungen der Polizei, diese Woche der 7. Demonstration der PEGIDA an. Ihr gegenüber standen mind. 800 Gegendemonstranten. Genauere Zahlen werden im Laufe des Abends bekanntgegeben. Auch diesmal wurde der Aufzugsweg seitens der Polizei mit Sperrgittern gesichert, um einen störungsfreien Verlauf der Demonstration zu gewährleisten.

Laut der Pressemitteilung der Polizei hatten einige Gegendemonstranten versucht, die Absperrgitter zu übersteigen, wurden aber von den Einsatzkräften daran gehindert. Auch Platzverweise wurden ausgesprochen. Etwa 30 Gegendemonstranten hatten sich bereits vor Beginn der Versammlung im Bereich des Zugangs zur Aufzugstrecke niedergelassen, um den Zutritt zu erschweren.

WüGIDA-Kundgebung stößt auf lautstarke Proteste

Nachdem die WüGIDA-Anhänger am Peterplatz angekommen waren, wurde die Versammlung nach einer stationären Kundgebung um 19:58 Uhr beendet. An den Absperrungen gab es lautstarke Proteste der Gegendemonstranten. Mittels Trillerpfeifen, Trommeln und Sprechchören brachten sie deutlich zum Ausdruck, dass sie gegen die Einstellung der WüGIDA-Anhänger sind.

Update 22.57 Uhr – Polizei zeigt sich zufrieden

Die Polizei hat in einer weiteren Pressemitteilung noch einige Informationen zum Verlauf der heutigen Demonstrationen in Würzburg bekanntgegeben. Die Polizei zieht eine weitgehend positive Bilanz. Vereinzelt kam es zu Zwischenfällen, bei denen aber keine Personen zu Schaden kamen. Aus dem linken Spektrum nahm die Polizei eine Personen in Gewahrsam und drei weitere vorläufig fest. Weiter wurde ein Wügda-Anhänger nach der Versammlung vorläufig festgenommen, der einen Tritt  gegen eine Person aus dem linken Spektrum ausführte. Insgesamt zieht die Polizei jedoch eine positive Bilanz.

Einige kleinere Störungen

Im Verlauf der Versammlung gab es laut der Pressemitteilung lediglich kleinere Störungen. Personen aus dem linken Spektrum hatten Polizeibeamte umringt und am Weitergehen gehindert. Diese Störer mussten mittels körperlichen Wegschiebens entfernt werden. Hierbei leistete eine Person Widerstand, die vorläufig festgenommen wurde. An mehreren Stellen, u. a. im Bereich der Peterstraße, hatte die selbe Störergruppe versucht, auf die Aufzugsstrecke zu gelangen, in dem sie Absperrgitter verschoben bzw. darüber kletterten. Einsatzkräften ist es mittels einfacher körperlicher Gewalt gelungen, die Personen in den Außenbereich zurückzudrängen.

Dank der Polizei

Die Würzburger Polizei ist zufrieden mit dem Verlauf der Versammlungsgeschehen und bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die den Appell eines friedlichen Protests befolgt haben.

An den Montagen im vergangenen Dezember demonstrierte die PEGIDA bzw. WüGIDA regelmäßig in Würzburg, jede Woche kam es dabei auch zu Gegendemonstrationen. Bei der letzten Demonstration im Jahr 2014 am 22.12. standen etwa 200 WüGIDA-Demonstranten den 600-700 Gegendemonstranten gegenüber. Bisher verliefen die Demonstrationen weitgehend friedlich.

Berichte über Pegida und Anti-Pegida

Alle Beiträge zu den Demonstrationen in Würzburg findet Ihr hier.

Dieser Artikel enthält Auszüge der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken. Der Artikel wurde um 22.57 Uhr um Auszüge einer Pressemitteilung erweitert. 

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