Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Gut für Würzburg-Weihnachtsspecial – SMAUL hilft dem WFV

Der steinige Weg zur Weltherrschaft

Die Satirezeitschrift SMAUL hat am Wettbewerb „Gut für Würzburg“ von Würzburg erleben teilgenommen. Dabei hat sie unter 29 Bewerbern den 16. Platz erreicht – auf dem Weg zur Weltherrschaft ein zumindest disputables Ergebnis. SMAUL hatte schon im Vorfeld massiv Geld für den verschuldeten WFV gesammelt, allerdings durch kriminelle Machenschaften. Die restlichen 1.000 Euro von „Gut für Würzburg“ sollten doch das Sahnehäubchen werden! 30 Menschen dieser Stadt haben dies erkannt. Sie haben für das Lebenswerk von Frank Frei und die unterfränkische Polemik-Postille gestimmt. Lesen Sie nun exklusiv auf Würzburg erleben, auf welch verschlungenen Wegen das Ergebnis durch Tipps von unserem Bürgermeister, illegale Machenschaften und einen verehrungswürdigen Chefredakteur zustande kam.
Die Zielsetzungen und Hintergründe

SMAUL akzeptiert Lage des WFV nicht

Der Würzburger Fußballverein (WFV), unbestreitbar Teil der örtlichen Fußballlandschaft und Verein des lokalen Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), hat angeblich rund 330.000 Euro Schulden! Als diese Nachricht im SMAUL-Headquarter eintrudelte, waren alle sehr besoffen. Nein! Betroffen muss es heißen (Verzeihung, Schreibfehler). „Wir werden nicht akzeptieren, dass die Blauen vor die Hunde gehen. Fangt sofort an, Geld zu besorgen. Wie, ist mir scheißegal.“ So die interne Memo von Frank Frei. Den Startschuss gab er mit einem scharfen Revolver in die Decke. An dieser Stelle dankt ihm die gesamte Redaktion für das riesige Vertrauen und die unglaubliche kreative Freiheit, die wir bei der SMAUL genießen. Frank machte sofort mit dem überglücklichen Schorschi Hosenpfahl, Ex-Oberbürgermeister und aktueller WFV-Vorsitzender, einen Vertrag: Gegen die Tilgung der Schulden wurde der WFV-Sportplatz in „SMAUL-Sportanlage“ umbenannt (siehe Titelbild).

Die SMAUL sammelt für den WFV!

Die Aufgabe der Redaktion, also beispielsweise von Mitgliedern wie unserem eh nach Hippie und Bommbelehcher aussehenden Sportreporter Jokel Weiszman (Collage Mitte, mit Schal und Kamera), war es, auf Gedeih und Verderb die Kohle zusammenzukratzen. Charity-Inferno, weit über die Grenzen der herzlosen Gesetze hinaus, meine Herren! Bis zum Abgabeschluss des Wettbewerbs „Gut für Würzburg“ vertickten wir zitternd vor Angst und Kälte Jute-Taschen voller Drogen an windigen Straßenecken (Zellerau, Heuchelhof, Lindleinsmühle). Bedrohten mit alten Faschingspistolen Selbstständige in der Innenstadt und kassierten Schutzgelder. Unsere Redaktionssekretärin Trixxxie Bazooka verkaufte in Schulmädchenuniform blaue Zipfel für die Blauen aus der Zellerau. Nur wenige Gierschlunde konnten ihren zwei überzeugenden Argumenten widerstehen (siehe Bild).

 

Doch am Ende fehlten uns und dem WFV die 1.000 restlichen Euro von „Gut für Würzburg“! Ein herber Rückschlag auf dem Weg zur Weltherrschaft für die SMAUL. Was war bei der Abstimmung schiefgelaufen?

Wie kam die SMAUL an ihre Platzierung?

Die Würzburger, die SMAUL bei „Gut für Würzburg“ unterstützten, haben wenig gemeinsam. Außer dass sie bestechlich sind oder auf konkrete Bedrohung hin lieber tun, was man ihnen sagt. Vollkommen freiwillig hingegen, ja, man kann sagen, aus seiner liebenswürdigen und hilfsbereiten Art heraus, hat unser blutjunger Praktikant Hyacintho (aus Kolumbien) für diverse Stimmengeber noch Dienstleistungen als Belohnung zu verteilen. Ihr Charakter soll – wie zugesichert – geheim bleiben.

Praktikant Hyacintho nutzt seinen Körper geschickt zum Stimmenfang

Doch es steht fest, dass der gute Hyacintho seinen zarten Körper hier wesentlich robuster einsetzen muss als in der Redaktion. Seinen bei der SMAUL verfeinerten und prachtvoll ausgebildeten Geist hingegen wird er soweit wie möglich ausschalten müssen, um etwaigen Traumata im Nachfeld des Wettbewerbs vorzubeugen. Frank Frei hat ihm eingebläut, dass er das GEBEN in der Adventszeit noch größer schreiben muss als sonst. Schließlich geht es um das Fest der Liebe, mit der Betonung auf Fest. Die Rute zur Korrektur von Hyacinthos Fehlverhalten hängt stets an der Schreibmaschine des zuweilen autoritären, aber zumeist liebevollen Griffelgenerals Frank Theophrastus Frei.

Erfolgstipps vom Bürgermeister auf dem Weihnachtsmarkt

Es war ja abzusehen, dass der Weg zur Weltherrschaft für die SMAUL kein Zuckerschlecken wird. „Von Kinderpunsch sind noch keinem Haare am Sack gewachsen. Kommt mal klar drauf, dass Ihr übelzte AVERAGE seid“, wie es unser angeheiterter OB Tristian Schluckhardt auf dem Würzburger Weihnachtsmarkt formulierte. Just bevor er vor den irritierten Fotografen mit einem astreinen Köpfer in ein bereitstehendes Sauerkrautfass hineinsprang. Das Blitzlichtgewitter der Journalisten war aufgrund der ungewöhnlichen Begebenheit so stark, dass einige träge Tauben, die sich auf dem Weg ins Winterquartier offenbar verflogen hatten, tatsächlich davon sauber geröstet wurden. Knusprig gebraten, mit Hendlgewürz vom Weihnachtsmarkt bestreut und verzehrfertig fielen sie vom Himmel. Direkt in die vor ungläubigem Staunen weit geöffneten Münder einiger Weihnachtsmarktbesucher, die blau im Gesicht, aber mit einem warmen Gefühl in der Magengrube von dannen stolperten, während sie glücklich mampften.

Frank Frei will „Würzburg erleben“ unter Druck setzen

Ernst nicken wir zu Schuchys Aussagen. So ernst wie es eben geht bei diesem Kerl, der meistens nachts problematische Tipps auf unseren Redaktions-AB spricht (wegen verwaschener Aussprache kaum zu verstehen). Wir wollen uns immer verbessern, nehmen uns die Kritik zu Herzen, feilen bis zur Ohnmacht und zum Ohrensausen an Texten, an Inhalten, an unserer Geschäftsstrategie. Das nächste Mal, so befand deshalb unser auf dem Klo zuweilen Macchiavelli lesender Chefredakteur Frank Frei, müssten wir auf jeden Fall „diese zwei Obermuftis von Würzburg erleben, Leo und Chris“ unter Druck setzen. „Die brechen bei der ersten Drohung zusammen“, ist der charismatische Zeilenhengst überzeugt. Der mittlerweile erschreckend bleiche Hyacintho weist ihn zitternd darauf hin, dass „die doch in letzter Zeit lauter Bilder posten, wo sie sich im Fitnessstudio aufpumpen“ und dass mit denen „nicht gut Kirschen essen“ sei. Sogar Jokel Weiszman nimmt kurz die Hand aus der Hose und schüttelt mahnend den Zeigefinger. Das heißt, wir hoffen, dass es sein Zeigefinger ist.

Ein Ausblick: Die Zukunft der SMAUL im Jahre 2015

An diesem wichtigen Scheidepunkt der Weltgeschichte rammt Frank Frei sein scharf gewetztes Salamimesser in die bereits vorher immens gegerbte Tischplatte. Er übernimmt Verantwortung. Er bekommt einen Schreikrampf. Mit Kritik geht er eben auf seine Weise um. Wie auch immer. Seine letzten Worte sind: „Wenn die Weltherrschaft nicht zu uns kommt, dann kommen wir zu ihr. Amen, ich sage Euch,“ (hier lauscht die gesamte Redaktion andächtig) „2015 wird unser Jahr. Und jetzt bringt mir Schnaps, ihr elenden Knechte.“ Bevor er sich zu sehr aufregt, tun wir wie von ihm EMPFOHLEN. Er ist ein Supertyp und im nächsten Jahr knuspern wir am Weltenthron. In diesem Sinne all unseren Lesern frohes Fest und einen gut geölten Rutsch!

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