Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Weihnachtszeit ist Spendenzeit – Tipps zum sinnvollen Spenden

Auch beim Spenden kommt es auf Sicherheit an

Für die, die es nicht so gut haben – für die wollen viele Menschen gerade in der Weihnachtszeit Geld spenden. Doch immer wieder kursieren Meldungen darüber, dass Betrüger diese Spendenbereitschaft ausnutzen, um sich selbst zu bereichern. Aufgrund dieser Machenschaften sollte und darf niemand darauf verzichten, andere in Notsituationen zu unterstützen. Dafür gibt es die Spendenberatung des Deutschen Zentralinstituts (DZI) für soziale Fragen. Sie gibt Verbrauchern die Sicherheit, dass ihre Spende auch dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ferner bewertet die Prüfinstanz Hilfsorganisationen mit Spendersiegeln und trägt dadurch auch zum Verbraucherschutz bei.

Der wichtigste Tipp des DZI:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – weder durch Wer- bende an der Haustür oder auf der Straße, noch durch gedruckte Spendenwerbung. Denn Spenden und Fördermitgliedschaften sind freiwillige Leistungen, zu denen niemand überredet, genö- tigt oder gar gezwungen werden sollte. Stark Mitleid erwecken- de und gefühlsbetonte Werbung ist ein Kennzeichen unseriöser Organisationen.
  • Konzentrieren Sie Ihre Spenden auf wenige Organisationen. Das erleichtert Ihnen die Seriositätsprüfung und mindert den Werbe- und Verwaltungsaufwand der Organisationen. Wer vie- len Hilfswerken spendet, wird von all diesen Organisationen als „aktiver Spender“ registriert und umso mehr Werbung erhalten.
  • Misstrauen Sie übertrieben dringlichen Spendenaufrufen. Seriöse Hilfswerke haben für Not- und Katastrophenfälle vorge- sorgt und können die erste Hilfe ohne Rücksicht auf den Spendeneingang starten. Die Spenden sind dann wichtig, um weiter gehende Maßnahmen zu finanzieren und die Katastrophenmittel wieder aufzufüllen.
  • Spenden Sie überlegt, nicht impulsiv. Die Zahl der Spendenorganisationen und die Intensität der Spendenwerbung nehmen ständig zu. Umso überlegter sollten die Spenderinnen und Spen- der entscheiden, welchen Zweck und welche Organisationen sie unterstützen. Informieren Sie sich per Internet, erbitten Sie Jah- resberichte, Projektbeschreibungen oder regelmäßige Veröffentlichungen. Diese sollten verständlich, sachlich und informativ sein. Im Zweifel hilft Ihnen die Einschätzung des DZI.
  • Bei Fördermitgliedschaften gilt in der Regel nicht das Haustürwiderrufsgesetz, das heißt es gibt kein gesetzliches Rücktrittsrecht. Verpflichten Sie sich deshalb nicht leichtfertig durch Unterschrift zur Zahlung eines monatlichen Förderbeitrags. Infor- mieren Sie sich vorher über die in der Satzung festgelegten Kündigungsfristen.
  • Geldmittel können von den Hilfswerken flexibler und effizienter eingesetzt werden als Sachspenden. Teure Transportwege entfallen, viele Produkte können billiger vor Ort gekauft werden und stärken außerdem die Wirtschaft am Zielort. Sachspenden sind dann empfehlenswert, wenn seriöse Organisationen gezielt um sie bitten.
  • Zweckgebundene Spenden sollten die Ausnahme bleiben. Sie sind nur als Ergänzung, nicht als Ersatz ungebundener Spen- den sinnvoll. Denn sie engen den Entscheidungsspielraum der Hilfswerke stark ein, verursachen zusätzlichen Verwaltungs- und Werbeaufwand und benachteiligen für zweckgebundene Werbung nicht geeignete Hilfszwecke.

Quellen: Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen/DZIwww.polizei-beratung.de

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT