Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bündnis für Zivilcourage setzt Zeichen gegen Pegida

Friedliches Zeichen gegen Pegida

In einer Aktion am kommenden Montag, dem 15.12.14 will das Würzburger Bündnis Zivilcourage Solidarität mit Dresden zeigen. Unter dem Motto „Wir sind Dresden, wir sind bunt! Würzburg zeigt Solidarität mit dem weltoffenen Dresden“ werden alle Würzburgerinnen und Würzburger dazu aufgerufen, kreativ und friedlich ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. Das Ergebnis der Aktion, die zwischen 18.30 Uhr und 19.30 Uhr stattfinden wird, soll auf der Webseite des Bündnisses dargestellt werden.

Keine bestimmte Aktion, sondern Zeitraum

Für die Aktion wurde bewusst kein bestimmter Ort oder eine ganz bestimmte Aktion gewählt, sondern lediglich der Zeitraum zwischen 18.30 Uhr und 19.30 Uhr. Dies ist der Zeitraum, in dem die Pegida in den vergangenen Wochen im ganzen Land ihre Demonstrationen angemeldet hat. Die Aktion soll vorerst keine Großdemonstration heraufbeschwören, sondern „ein Zeichen in anderer Form setzen“.  Am Montag will man dabei auf die Zivilgesellschaft setzen, man habe eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Pegida schürt Ängste

Eine gemeinsame Form der Aktion zu finden sei laut den Initiatoren schwierig. Durch den gemeinsamen Zeitpunkt und den, von den Bürgern ausgedachten Aktionen könne man diese Form des Protests auf das ganze Land ausweiten und so gemeinsam Widerstand gegen die Pegida zeigen. Laut dem Bündnis ist ein Grund, warum die Pegida so gefährlich ist, der, dass den Bürgern die Ängste nicht genommen, sondern noch weiter befeuert werden. Dadurch werde auch der Friede in der Gesellschaft gefährdet.

Studentenpfarrer Hose initiiert Aktion

Initiator der Aktion ist Studentenpfarrer Burkard Hose, der sich am letzten Würzburger Montagsspaziergang klar gegen die Pegida-Demonstrationen ausgesprochen hat. In seiner Ansprache am Brunnen vor dem Bahnhof hat deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht für solches Gedankengut in Würzburg kein Platz sein darf. Hose hat bereits an mehreren Gegendemonstrationen gegen die Versammlungen der Pegida teilgenommen.

Ideen der Bürger als Aktionen

Die Bürger sollen sich für den Zeitraum am Montag eigenständig überlegen, was sie zu der Aktion beitragen möchten. Dies könne, laut dem Bündnis, eine Kerze sein, die in den eigenen vier Wänden entzündet wird oder größere, von den Bürgern initiierte, Aktionen. Eine der ersten dürfte der „FotoFLASHmob“ sein. Alle Bürger werden dabei aufgerufen ein Blitzlichtgewitter für Frieden und Freundlichkeit zu veranstalten. Mit Kamera und Smartphone ausgestattet werden sich alle Teilnehmer am Domvorplatz versammeln und mit einem Blitzlichtgewitter zur Freundlichkeit gegenüber allen Menschen anmahnen. Laut eigenen Angaben will man damit zeigen, dass Würzburg eine weltoffene Stadt ist.

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