Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Familienstreit eskaliert: Mutter und Tochter mit Tod gedroht

Vater terrorisiert Familie

WALDSACHSEN. Ein schon länger schwelender Familienstreit mit bereits vorausgegangenen Körperverletzungen hat am Freitag letzter Woche seinen unrühmlichen Höhepunkt erreicht. Ein Bruder des Ehemannes soll dessen Frau und die Tochter, die mittlerweile aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen sind, am Telefon mit dem Tod bedroht haben. Bereits seit vergangenen Oktober hat der 48-jährige Familienvater seine Familie terrorisiert, wobei er auch nicht vor Körperverletzungen zurückschreckte. Nachdem für die drei Jahre jüngere Frau und die beiden erwachsenen Kinder mit dem Vater kein Zusammenleben mehr möglich schien, zogen sie Ende November aus dem Haus aus. In diesem Zusammenhang wird von der Polizei auch schon gegen den Ehemann wegen Körperverletzung ermittelt, da er seine Frau schon mindestens einmal krankenhausreif geschlagen hat.

Aus dem Ausland angereist

Am vergangenen Freitag versammelte der Beschuldigte anscheinend seinen Familienclan um sich, wofür zwei Verwandte sogar extra aus dem benachbarten Ausland angereist waren. In dessen Verlauf rief einer seiner Brüder bei einem gemeinsamen Bekannten in Norddeutschland an. Ihm gegenüber wurden dann deutliche Bedrohungen gegen die Frau ausgesprochen. Unter anderem fielen die Worte „umbringen“.

Kontakt- und Näherungsverbote ausgesprochen

Nachdem die Schweinfurter Polizei von diesem Sachverhalt am späten Freitagnachmittag Kenntnis erlangt hatte, fuhren mehrere Beamte zum Haus des Beschuldigten.
Er sowie mehrere Brüder und nahe Verwandte wurden angetroffen. Nachdem eindeutige Hinweise gefunden werden konnten, die für die vorausgegangen Bedrohungen sprachen, wurde mit allen Beteiligten Gefährderansprachen durchgeführt. Des Weiteren wurden Kontakt- und Näherungsverbote ausgesprochen.

Neben den Ermittlungen wegen Bedrohung wurde gegen zwei Beteiligte auch noch Verfahren wegen ausländerrechtlicher Verstöße eingeleitet. Sie hielten sich zum „Familientreffen“ illegal in Deutschland auf. Deshalb wurden sie erkennungsdienstlich behandelt.

Neue Bleibe für Mutter und Tochter

Nach einer Weisung von der Staatsanwaltschaft wurden sie nach Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Bedrohte und ihre Tochter haben sich nach dem neuerlichen Vorfall wieder eine neue Bleibe gesucht.

 

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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