Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Referentenwahl im Stadtrat: Ein neues und ein altes Gesicht für Würzburg

Zwei hochrangige Stadtratsposten neu besetzt

Wer leitet in Zukunft das Umwelt- und Kommunalreferat und wer das Jugend-, Familien- und Sozialreferat? Diese zwei hochrangigen Posten wurden am Donnerstag in einer Wahl durch den Stadtrat wieder besetzt. Um gewählt zu werden, mussten die Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinen.

Zuerst ging es  um das Umwelt- und Kommunalreferat. Für dessen Chefsessel bewarb sich erneut der amtierende Referatsleiter Wolfgang Kleiner. Offizielle Gegenkandidaten hatte er keine, doch war es den Stadträten erlaubt eigene Vorschläge auf ihren Wahlzetteln niederzuschreiben – nur für den Posten geeignet mussten sie sein. Kleiner, der in der Vergangenheit einiges an Kritik einstecken musste, wurde zwar wiedergewählt – doch der 55-jährige CSU-Mann, der nun in seine dritte Amtszeit geht, bekam nicht die volle Rückendeckung des Stadtrates.

Weniger Rückhalt im Stadtrat

Gerade einmal 27 der 48 abgegebenen Stimmen waren für Wolfgang Kleiner. Während zehn Stimmen ungültig waren, votierten zehn Räte für Hülya Düber (bisherige Chefin der städtischen allgemeinen Bürgerdienste) und eine Stimme ging an Grünen-Stadtrat Patrick Friedl. Auch wenn der Rückhalt nicht sehr groß war – Kleiner wird auch in den nächsten sechs Jahren das Umwelt- und Kommunalreferat leiten. „Ich habe den schönsten Job der Welt und würde mit niemandem tauschen“, bedankte sich Kleiner vor dem Stadtrat. Oberbürgermeister Christian Schuchardt gratulierte dem neuen alten Referenten, der in seine dritte Amtszeit geht: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Wolfgang Kleiner leitet eines der schwierigsten Referate der Stadt. Nur Zustimmung ist daher nicht zu erwarten gewesen.“ Kleiners neue Amtszeit beginnt am 1.Februar 2015. Der Referent ist in der Besoldungsgruppe B4 (7589 Euro) eingestuft.

Die Referatsleitung im Jugend-, Familien- und Sozialreferat musste gänzlich neu besetzt werden. Hier stand in den vergangenen Jahren Robert Scheller an der Spitze. Dieser wurde jedoch nach der OB-Wahl von Christian Schuchardt der neue Kämmerer – Schuchardts ehemalige Position.

Frau mit Migrationshintergrund an der Spitze des Sozialreferates

Zur Wahl standen insgesamt vier Kandidaten. Neben Dr. Hülya Düber, der Chefin der städtischen allgemeinen Bürgerdienste, gab es drei externe Bewerber: ein Sozialreferent einer kreisfreien Stadt, ein Referent eines kommunalen Spitzenverbandes und eine Ministerialmitarbeiterin aus den neuen Bundesländern. Trotz starker Konkurrenz entschied die Würzburgerin die Wahl klar für sich. Von 49 abgegebenen Stimmen, entfielen 33 auf Düber, acht auf den Sozialreferenten, fünf auf den Verbandsvertreter und zwei auf die Ministerialbeamte. Eine Stimme war ungültig.

Die 36-jährige Juristin Düber strahlte vor dem Stadtrat und bedankte sich für das Vertrauen: „Ich bin so überwältigt, dass ich keine Worte habe.“ Dr. Hülya Düber beginnt ihre neue Stelle am 1.Januar 2015. Da es ihre erste Amtszeit als Referentin ist, befindet sie sich in der Besoldungsgruppe B3 (7171 Euro).

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