Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Kooperation mit China im Bereich Medizintechnik & Geriatrie

Professor Dr. med. Guoxian Qi zu Besuch

Im Rahmen des gemeinsamen internationalen Projektes „Biomedical Applications in Cardiovascular Diagnosis“ besuchte Professor Dr. Guoxian Qi von der China Medical University, The First Teaching Hospital, Shenyang, China, das IMeS – Institut für Medizintechnik Schweinfurt im Kompetenzzentrum Mainfranken an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Der chinesische Gast wurde vom Präsidenten der Hochschule, Professor Dr. Robert Grebner und vom Leiter des Instituts für Medizintechnik, Professor Dr. Walter Kullmann, begrüßt. Professor Dr. med. Guoxian Qi ist Chefarzt und Leiter der Abteilung für Kardiovaskuläre Medizin und Geriatrie.

Entwicklung neuartiger medizintechnischer Systeme

Der demographische Wandel und die alternde Bevölkerung stellen sowohl Deutschland, als auch China in den kommenden Jahrzehnten vor große Herausforderungen im Gesundheitswesen. Ein internationaler Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Entwicklung von neuartigen medizintechnischen Systemen und Untersuchungsmethoden könnten bei der Bewältigung der Herausforderungen förderlich sein.

Tests sollen in China durchgeführt werden

Im Institut für Medizintechnik Schweinfurt experimentierten die Spezialisten aus der Medizintechnik und der Medizin mit neuartigen nichtinvasiven elektro-optischen Messsystemen zur Untersuchung des menschlichen Gefäßsystems und des autonomen Nervensystems. Derartige Untersuchungsmethoden könnten später im Bereich der vaskulären Medizin (die Blutgefäße betreffend) und Geriatrie (Gesundheit im Alter) zum Einsatz kommen. Tests der vom Institut für Medizintechnik in Schweinfurt entwickelten Systeme sollen in Zukunft an der China Medical University in Shenyang durchgeführt werden.

Neuerungen im Bereich kardiologischer Anwendungen der Magnetresonanztomographie

Am Universitätsklinikum Würzburg präsentierten und diskutierten die Arbeitsgruppen von Professor Dr. med. Thorsten Bley, Chefarzt und Leiter des Instituts für Radiologie, und von Professor Dr. Dr. Wolfgang Bauer, Leiter der Forschungsgruppe „Kardiale MRT und Biophysik“ an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universität Würzburg interessante Neuerungen im Bereich kardiologischer Anwendungen der Magnetresonanztomographie im Rahmen von Patientenuntersuchungen. Krankheiten des Herz- Kreislauf-Systems stehen sowohl in Deutschland als auch in China an erster Stelle der Volkskrankheiten.

Einsatz der Telemedizin

Im Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen wurde gemeinsam mit dem Geschäftsführer Sebastian Dresbach über Szenarien für den Einsatz der Telemedizin in der Kardiologie und Geriatrie diskutiert und medizintechnische Assistenzsysteme zur Unterstützung von Senioren in häuslicher Umgebung präsentiert.

Nachhaltiges Konzept zur gesundheitlichen Betreuung von Senioren

Professor Qi versucht derzeit, ein nachhaltiges Konzept zur gesundheitlichen Betreuung von Senioren und zur geriatrischen Behandlung von älteren Mitbürgern in China zu erarbeiten. Deshalb zeigte er sich insbesondere am Aufbau und der Funktion von diesbezüglichen Einrichtungen in der Gesundheitsregion Unterfranken und der Bayerischen Rhön interessiert. Bei Besuchen und fachlichen Diskussionen in klinischen geriatrischen und neurologischen Einrichtungen in Würzburg und Bad Neustadt, Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen in Schweinfurt und Bad Bocklet sowie einer Wohngemeinschaft für dauerbeatmete Patienten in Bad Kissingen informierte sich der chinesische Gast über moderne Betreuungsmethoden von Senioren und schwerstbehinderten Patienten in Deutschland.

Zukünftig intensive Kooperation

Nach dem achttägigen Arbeitsbesuch am Institut für Medizintechnik Schweinfurt zeigte sich Professor Qi beeindruckt von den medizintechnischen Entwicklungen des Instituts zur kardiovaskulären Diagnostik und den Ergebnissen im Schwerpunkt „Erhaltung der Selbständigkeit im Alter“. Für die Zukunft wurde eine intensive Kooperation mit dem Institut und eine Vernetzung mit geriatrischen Institutionen, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen der Region abgesprochen. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Projektbezogener Wissenschaftleraustausch (proWA)“ vom Bayerischen Hochschulzentrum für China, Bayreuth, finanziell gefördert.

Pressemitteilung der FHWS

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