Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Afrob – Push Tour 2015

Prägenden Figur des deutschen Rap-Games

Afrobs prägnante Stimme, seine energische Delivery, seine mächtige Bühnenpräsenz und nicht zuletzt seine polarisierenden Ansagen machten ihn über seine bald 20 Jahre werdende Karriere zu einer prägenden Figur des deutschen Rap-Games. Am 07. Februar könnt Ihr ihn live im Cairo in Würzburg erleben.

Push steht in den Startlöchern

Zwar ließ er es in den letzten Jahren deutlich ruhiger angehen, aber einfach so in der Versenkung verschwinden, das kann ein Vollblut-MC wie Afrob nicht. Bester Beweis dafür: Seine neue LP „Push“ steht in den Startlöchern – und entpuppt sich als bisher bestes Album seiner Karriere.

Soulig mit dreckigen Beats

Mit „Push“ tritt Afrob nun selbst wieder als Protagonist ins Rampenlicht. Und wie man das vom „besten Beat-Picker Deutschlands“ gewohnt ist, findet sich hier nur Musik allererster Güte. „In puncto Beats kann keiner dieses Album toppen. Wie alle meine Alben ist es sehr soulig, aber eben immer mit so einer Hype-Williams-Crispness – dreckige Beats, aber eben richtig gut gemischt.“ In Zusammenarbeit mit Produzenten wie DJ Rocky, iamnobody, Rik Marvel oder DJ Derezon (Malik Quality,Phantom Notes,Croup) sind dabei große HipHop-Hymnen genauso entstanden wie kritische und introspektive Stücke.

Songs über die Ex und Flüchtlinge

Und manchmal lässt Afrob auch tief blicken. „Ich gehe hart mit mir ins Gericht. Zum Beispiel hab ich einen Song namens ‚Jeder geht‘ über meine Ex aufgenommen, in dem es ums Loslassen geht. Ich denke, das können viele Menschen ziemlich gut nachvollziehen.“ Auf dem Song „Lampedusa“ hingegen erzählt Afrob exemplarisch die Geschichte eines Lampedusa-Flüchtlings. Mit viel Empathie und Gespür für schmerzhafte Details beleuchtet er hier auf einem atmosphärischen Beat die Gefahren, die afrikanische Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa auf sich nehmen. „Ich kenne viele dieser Geschichten, aber in den Medien hört man nur davon, wenn etwas Schlimmes passiert.“

Musik für den Club

Natürlich gibt es auch wieder Musik für den Club, diesmal auf einem monströsen Brett an der Seite von Megaloh. „Solche Stücke sind ja mein Markenzeichen“, erklärt Afrob. „Und Megaloh hat hier meines Erachtens eine Klassikerstrophe abgeliefert, die die Zeit überdauern wird.“

Schlüsselmomente der Selbsterkenntnis

Auf „Push“ beschäftigt sich Afrob mit dem, was manch einer eine Verschwörungstheorie nennen würde: „Vieles, was früher eine Theorie war, ist heute Fakt. Wenn du vor zehn Jahren behauptet hättest, dass Regierungen und Industrie massenhaft Leute ausspähen, hätte man dich für geisteskrank erklärt. Heute debattiert man im Parlament darüber.“ In „Lass mich bleiben, wie ich bin (Arbeitstitel)“ geht es ums Anderssein, um die Schlüsselmomente der Selbsterkenntnis. „Ich hatte viele solcher Momente, zum Beispiel in der Schule, da war ich immer anders. Aber auch im Rap: Viele wollten aus mir einen Lyricist machen, aber das wollte ich nie sein. Das ging so weit, dass mir unterstellt wurde, ich wäre dumm – nur weil bestimmten Leuten meine Reimstrukturen zu simpel waren.“.

Hip Hop braucht Afrob

Vor allem ist „Push“ jedoch der Album gewordene Beweis dafür, dass Afrob nicht nur zurück ist, sondern auch auch bleiben will. Es geht schließlich immer weiter. „Ich schließe den Kreis. HipHop braucht mich mehr denn je. Ich glaube, es ist die richtige Zeit für mich.“

Eintrittskarten

Eintrittskarten an allen bekannten VVK-Stellen oder telefonisch unter der Ticket-Hotline 01806- 570035 (0,20 EUR / Anruf, Mobilfunkpreise max. 0,60 EUR/Anruf) sowie unter www.eventim.de

Pressemitteilung der Manfred Hertlein Veranstaltungs GmbH

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