Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Arbeitslosigkeit trotz pessimistischer Prognosen gesunken

Jahrestiefstand erreicht

Die wirtschaftlichen Unsicherheiten der zurückliegenden Wochen haben sich im November nicht negativ auf die Beschäftigungssituation in der Region ausgewirkt. Trotz pessimistischer Konjunkturprognosen ist die Arbeitslosigkeit im aktuellen Berichtsmonat nochmals gesunken und hat mit 7.980 arbeitslosen Frauen und Männern den Jahrestiefststand erreicht, bevor diese –saisonal bedingt- im Dezember wieder ansteigen wird. Bei langjähriger Betrachtung hat sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Würzburg sehr günstig entwickelt.

Arbeitslosenquote 2,8 Prozent

Im Vormonatsvergleich waren 100 und im Vorjahresvergleich 690 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote verharrte gegenüber Oktober unverändert bei 2,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,1 Prozent. Seit Einführung der Grundsicherung „Hartz IV“ im Jahr 2005 hat sich diese aktuell im Vergleich zum November 2005 mehr als halbiert.

Höhere Nachfrage nach Arbeitskräften

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegte sich weiterhin auf einem soliden Niveau. Mit 1.060 gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen wurde das Vorjahresergebnis um knapp elf Prozent übertroffen. Mit 350 Stellenangeboten kam fast jedes Fünfte aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Der Stellenbestand bewegte sich mit 2.730 um etwa acht Prozent über dem des Vorjahres. Gesucht wurde vermehrt Personal im Verkauf und der Logistik. Aber auch medizinisches und erzieherisches Fachpersonal sowie Fachkräfte für Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe oder Fahrzeugführer wurden vielerorts nachgefragt.

Stadt Würzburg verpasst knapp die „3“ vor dem Komma

Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit in allen drei Landkreisen des Agenturbezirkes und der Stadt Würzburg gesunken. Im Landkreis Würzburg waren 2.160 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 140 weniger als vor zwölf Monaten. Die hieraus resultierende Quote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent. Main-Spessart verzeichnete einen Rückgang um 250 auf 1.530 Personen. Mit rund 14 Prozent war dies die höchste Entlastung im Agenturbezirk. Die Arbeitslosenquote verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent. Im Stadtgebiet fiel der Rückgang bei absoluter Betrachtung genau so hoch aus wie in Main-Spessart, jedoch schlug dieser aufgrund eines höheren Basiswertes nur mit knapp acht Prozent zu Buche. Die Arbeitslosenquote des Vorjahres wurde mit genau vier Prozent um 0,5 Prozentpunkte unterschritten. Der Land- kreis Kitzingen verzeichnete mit 3,2 Prozent oder 50 Personen den geringsten Rückgang. Auf der Grundlage von 1.450 Arbeitslosen wurde eine Quote von 2,9 Prozent ermittelt. Im November des Vorjahres lag sie noch um 0,1 Prozentpunkte darüber. Bei der Entwicklung gegenüber dem Vormonat zeigte sich ein differenziertes Bild. Während sich die Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet und in Main-Spessart um rund drei Prozent reduzierte, war in den Landkreisen Würzburg ein Anstieg um ein Prozent zu beobachten. Im Land- kreis Kitzingen stagnierte dagegen die Entwicklung.

Betrachtung nach Rechtskreisen

In den Arbeitsagenturen Würzburg, Kitzingen und Lohr waren 4.130 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. In den vier Jobcentern des Agenturbezirks wurden 3.850 arbeitslose erwerbfähige Leistungsberechtigte betreut. Im Vormonatsvergleich waren in der Arbeitslo- senversicherung 20 und in der Grundsicherung 80 Personen weniger arbeitslos. Gegenüber dem Vorjahr fiel der Rückgang in der Arbeitslosenversicherung mit 430 Arbeitslosen deutlich höher aus als in der Grundsicherung mit 260.

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Würzburg; Statistiken: Bundesagentur für Arbeit

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