Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Nanotechnologie für die Wasserreinigung: Preis für Nachwuchsforschung verliehen

Corpsstudentische Organisationen verliehen den Rektor-Max-Meyer-Preis

Der Würzburger Wissenschaftler Dr. Karl Sebastian Mandel von der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Universität hat für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Wasser“ am 6. November 2014 im Rahmen einer Feierstunde in der Würzburger Residenz den Rektor-Max-Meyer-Preis erhalten, der in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen wurde, am 60. Todestag des Namensgebers.

Neuartige Partikel zur Separation von Schadstoffen

Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro bekam er für seine Dissertation „Synthesis and Characterisation of Superparamagnetic Nanocomposite Particles for Water Purification and Resources Recovery“. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Nanotechnologie für die Wasserreinigung, wobei die magnetischen Eigenschaften von Teilchen in einer Größe von wenigen Millionstel Millimetern genutzt werden. In seiner Laudation stellte Prof Sextel heraus, das Dr. Karl Sebastian Mandel in einer experimentell wie auch theoretisch hervorragenden Dissertation neuartige Partikel mit superparamagnetischen Eigenschaften entwickelt habe, die in einem Magnetfeld magnetische Eigenschaften zeigten, diese aber sofort wieder verlieren, wenn das Magnetfeld abgeschaltet werde. Dadurch sei es möglich, viele Arten von Schadstoffen, aber auch Wertstoffe, aus Abwässern zu separieren, um sie zu entsorgen oder wiederzuverwerten.

Betreut vom Fraunhofer-Institut

Betreut wurde diese Arbeit durch den Doktorvater Prof. Dr. Gerhard Sextl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC und Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Technologie der Materialsynthese an der Universität Würzburg. Die Festrede hielt Prof. Dr. Jobst Böning, früherer Vizepräsident der Universität Würzburg, zum Thema „Das Verbindungsstudententum in der Universität“.

Rektor-Max-Meyer Preis

Der Rektor-Max-Meyer-Preis ist im Jahre 2013 zum ersten Mal vergeben worden. Ab dem Jahre 2014 sollen mit diesem Preis alle zwei Jahre die Dissertationen junger Wissenschaftler an der Universität Würzburg ausgezeichnet werden. Dazu werden die Fakultäten der Universität aufgefordert, Dissertationen einzureichen. Das vorgegebene Thema „Wasser“ ist so allgemein gefasst, dass möglichst viele Fakultäten daran teilnehmen können.

Gestiftet wurde der Preis durch den AHSC Würzburg, den örtlichen Zusammenschluss der in Würzburg wohnenden Alten Herren studentischer Corps, und den sechs in Würzburg ansässigen aktiven Corps (Bavaria, Franconia, Makaria-Guestphalia, Moenania, Nassovia und Rhenania) sowie durch individuelle Spenden einzelner Corpsstudenten. Ziel des Preises ist es, durch Förderung der wissenschaftlichen Bearbeitung des Themas „Wasser“ einen Beitrag zur Erhaltung der menschlichen Lebensgrundlagen zu leisten.

Weitere Informationen zu Max Meyer:
http://www.corpsarchive.de/index.php?option=com_content&view=article&id=122&Itemid=63

Dem Komitee für die Preisvergabe gehörten an:
Bernhard Edler von Lapp, Corps Danubia Graz, Corps Nassovia Würzburg
Prof. Dr. Ulrich Ante, Corps Rheno-Guestphalia Münster
Prof. Dr. Jobst Böning, Corps Saxonia Jena, Corps Saxonia Bonn
Notar i.R. Jürgen Kirchner, Corps Makaria-Guestphalia Würzburg
Dr. Manfred Muhl, Corps Nassovia Würzburg

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