Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Dr. Juliane Braun erhält Rolf-Kentner Preis

HCA würdigt Dissertation

Die Würzburger Amerikanistin Dr. Juliane Braun hat den mit 1000 Euro dotierten Rolf-Kentner-Preis des Heidelberg Center for American Studies erhalten. Das Zentrum würdigt damit Brauns Dissertation auf dem Gebiet der Amerikastudien.

Multikulti-Theater in Lousiana

Der Titel klingt vielleicht ein wenig verwirrend: „Petit Paris en Amérique? French Theatrical Culture in Nineteenth-Century Louisiana“ ist die Doktorarbeit von Dr. Juliane Braun überschrieben. Die Amerikanistin untersucht darin die Theaterkultur im US-Bundesstaat Louisiana im 19. Jahrhundert. Diese war von einem Wechselspiel französischer, spanischer und amerikanischer Einflüsse geprägt. Juliane Braun hat vor allem erforscht, wie die Theatertradition Louisianas Elemente der älteren französischen und der neueren amerikanischen Theaterkultur verworfen, übernommen oder verändert hat und den Einfluss dieser Prozesse auf das amerikanische Drama des 19. Jahrhunderts analysiert.

Exzellente Doktorarbeit

Jetzt hat sie für diese Arbeit vom Heidelberg Center for American Studies (HCA) den Rolf-Kentner-Dissertationspreis verliehen bekommen – einen Preis für exzellente Doktorarbeiten in den Amerikastudien. Stifter der Auszeichnung ist Rolf Kentner, der Vorsitzende der Jacob Gould Schurman Stiftung und des Jacob Gould Schurman Vereins, Ehrensenator der Universität Heidelberg und Förderer der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Über die Preisvergabe entschieden hat ein multidisziplinäres und internationales Auswahlkomitee.

Zu Juliane Braun

Juliane Braun wurde 1981 im baden-württembergischen Backnang geboren und studierte Amerikanistik, Anglistik und Romanistik an den Universitäten Mainz, Dijon (Frankreich) und Reading (England), sowie an der Breadloaf School of English in Santa Fe (USA). Dieses Studium schloss sie 2006 mit einem Doppelabschluss der Universitäten Mainz (Magister) und Dijon (Maîtrise) ab. Gleichzeitig legte sie in Mainz ihr erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. 2008 kam sie über ein Stipendium der Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften an die Universität Würzburg und wurde dort im Oktober 2013 promoviert. Seit Mai 2011 arbeitet Juliane Braun als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Amerikanistik, zunächst unter Professor Jochen Achilles, nun unter seiner Nachfolgerin Professorin Catrin Gersdorf. Dort forscht sie für ihr zweites Projekt, in dem sie die Ideengeschichte des Naturbegriffs in der frühen amerikanischen Reiseliteratur und dessen Verbreitung durch den europäischen Buchhandel untersucht.

Heidelberg Center for American Studies

Das Heidelberg Center for American Studies (HCA) ist eine zentrale akademische Einrichtung der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und finanziell zugleich eine Public-Private Partnership. Das HCA bündelt die auf Amerika bezogene Forschung von sechs Fakultäten und zehn Disziplinen und bietet damit „eine weltweit einzigartige Vielfalt regionalwissenschaftlicher Expertise an“, wie es auf der Homepage des Zentrums heißt. Gegründet im Jahr 2003 erforscht, analysiert und vermittelt das Zentrum Kenntnisse über historische, kulturelle, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen in den USA. Es fördert zudem den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und trägt zur Schaffung und Stärkung transatlantischer Netzwerke bei.

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