Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Würzburgs Radfahrer“ kritisieren Verkehrspolitik

Schickt die Stadt Radfahrer mit Kindern auf die Straße?

Im Sommer hatten wir schon einmal einen Gastbeitrag von der Facebook-Gruppe „Würzburgs Radfahrer“. Diese plädieren für ein besseres Miteinander im Würzburger Straßenverkehr, egal ob seitens der Autofahrer, Fußgänger oder der Radfahrer selbst.

Nun wollen sie auf eine Verkehrsmaßnahme aufmerksam machen, die in ihren Augen hinderlich ist, wenn nicht sogar gefährlich. Am Radweg um den Berliner Ring, genauer gesagt bei der Querung Ausfahrt Grombühlbrücke, wurde ein Gitter angebracht, dass zu schnelles Fahren der Fahrradfahrer unterbinden soll. Die Idee ist vielleicht nicht schnell, aber laut „Würzburgs Radfahrer“ scheitert es daran, dass Radfahrer mit Kinderanhängern oder Kindersitz nicht durch die Gitter kommen. Die Gruppe fragt sich nun, „ist die Unbefahrbarkeit tatsächlich Ziel“? Auch für Fußgänger und Radfahrer „ohne Anhang“ sei das Gitter mehr hinderlich als nützlich.

Aufforderung zur Aufhebung der Benutzungspflicht

Wer mit Kinderanhänger unterwegs ist, muss nun das Gitter über ein Rasenstück umfahren, was nicht im Sinne der Verkehrspolitik sein dürfte und vor allem beim nassen Herbstwetter gefährlich werden kann. „Würzburgs Radfahrer“ sehen die Prioritäten der Würzburger Verkehrspolitik falsch gewählt. Die Radler würden im Gitter hängen, nur der KFZ-Verkehr könne sich darauf verlassen, dass hier kein Radfahrer mehr, ohne vorher vom Rad gezwungen worden zu sein, die Straße queren würde.

Da das Gitter den Platz soweit einschränkt, dass Fußgänger und Radfahrer gemeinsam nicht mehr genug Ausweichmöglichkeiten haben, müssten die Radfahrer demnach wieder auf den Verkehrsweg des Berliner Ring ausweichen. Die Gruppe fordert daher, dass die Stadt die Benutzungspflicht für die Strecke wieder aufhebt.

 

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