Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mathematiker verlängern Partnerschaftsabkommen mit Indien

Erfolgreiche Kooperation

Seit zwei Jahren arbeiten Mathematiker der Universität Würzburg und des Tata Institute for Fundamental Research im indischen Bangalore zusammen. Weil die Kooperation so gut funktioniert, haben die Einrichtungen jetzt das Partnerschaftsabkommen verlängert.

„Indisches Max-Planck-Institut“

Tata Institute for Fundamental Research, Centre for Applicable Mathematics: So lautet der vollständige Name der Forschungseinrichtung in Indien, mit der die Universität Würzburg vor zwei Jahren ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet hat – oder kurz: TIFR-CAM. Das Institut genießt weltweit großes Renommee; es ähnelt einem Max-Planck-Institut in Deutschland.

Regelmäßiger Austausch in beide Richtungen

In den zwei Jahren ist das Abkommen mit viel Leben erfüllt worden: Das Mathematische Institut der Universität Würzburg hatte in dieser Zeit zehn Wissenschaftler vom TIFR-CAM für durchschnittlich zwei Monate zu Gast, fünf Wissenschaftler sind von Würzburg an das TIFR-CAM gereist. Mehrere gemeinsame wissenschaftliche Publikationen sind entstanden; sogar Doktoranden werden sowohl von indischer als auch von deutscher Seite gemeinsam betreut.

Finanzierung durch Stipendien

Verantwortlich für den Austausch sind in erster Linie in Würzburg Christian Klingenberg, Professor für Mathematische Strömungsmechanik, und in Bangalore die Professoren Praveen Chandrashekar und Ujjwal Koley. Finanziert wurden die Aufenthalte unter anderem durch Stipendien der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, in einer Vielzahl der Fälle aber durch das DAAD-Programm der Graduiertenschulen der Uni Würzburg „A New Passage to India“.

Vertragsunterzeichnung in Bangalore

Wegen der guten Entwicklung der Zusammenarbeit haben die Beteiligten beschlossen, das Partnerschaftsabkommen zu verlängern. Bei einem Besuch von Christian Klingenberg am TIFR-CAM wurden die entsprechenden Verträge am 16. September vom Dekan des TIFR-CAM, Professor G.D.Veerappa Gowda, und von Professor Klingenberg in Anwesenheit vieler Mitglieder des TIFR-CAM unterschrieben.

Wissenschaftlicher und kultureller Austausch

In einem Grußwort erläuterte Klingenberg die Möglichkeiten, in Zukunft den Austausch zu intensivieren. Er betonte, dass neben dem wissenschaftlichen Mehrwert dieser Kooperationen auch das gegenseitige Kennenlernen der Kulturen von großem Wert sei. Der wissenschaftliche und kulturelle Austausch mit Indien wird in Würzburg nicht nur in der Mathematik, sondern in allen Profilbereichen der Universität erfolgreich vorangetrieben. Daran hat das Zentrum Modernes Indien als Katalysator maßgeblichen Anteil. Bei dem anschließenden Empfang berichtete Markus Zenk von seiner Erfahrung in Indien. Der Doktorand der Graduate School of Science and Technology der Universität Würzburg ist fasziniert von dem Amalgam der indischen spirituellen Welt mit modernster Technologie zu einer ganz eigenen Art von indischer Lebendigkeit.

Schon Student?

Ihr seid jetzt zum Semesterstart neu an der Uni und sucht noch ein paar Gleichgesinnte? In der Facebook-Gruppe Uni Würzburg findet Ihr sicher ein paar nette Mitstudenten, die Euch um den Campus führen. 7.000 Studis sind schon Mitglied.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT