Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Laaaangweilig!? Pia und Meliz im Kulturspeicher

Spaß trotz fehlender Kunstkenntnisse

Wenn man abends am Kulturspeicher vorbei läuft, ist es jedesmal beeindruckend: die Architektur, die Beleuchtung. Echt ein schönes Gebäude am Main. Wie es drinnen aussieht wussten wir, Pia und ich, jedoch bis heute noch nicht. Mit Kunst kennen wir uns beide so gar nicht aus, deswegen dachten wir, würde sich ein Besuch im Kulturspeicher wahrscheinlich auch nicht lohnen – falsch gedacht.

Für einen Videodreh über das Kunstangebot des Kulturspeichers sollten wir durch die Ausstellungen laufen und unsere Meinung zu den verschiedenen Kunstwerken äußern, und zwar ganz ehrlich. Mit konkreter Kunst wollten wir beginnen und anschließend die Ausstellung von „Rembrandt bis Richter“ ansehen. Laaangweilig, dachten wir.

Verrückte Effekte

Als wir dann aber den beeindruckend großen, hellen Raum mit den äußerst außergewöhnlichen Kunstwerken betraten, konnte uns Dominik – unser Videoexperte hier bei Würzburg erleben – kaum noch im Bild halten. Von einem Kunstwerk zum anderen sind wir marschiert, stehen geblieben, haben die Werke verschiedenster Künstler bewundert. Dreidimensionale Kunstwerke, optische Täuschungen, unerwartete Effekte und witzige Ideen haben uns wirklich positiv überrascht, sodass wir alles aus allen Perspektiven betrachten wollten.

Noch mehr Kunst, bitte

Auch die „klassischeren“ Ausstellungen waren interessant. Linolschnitte und Drucktechniken, detaillierte Bleistiftzeichnungen, unerkennbare Kritzeleien und viele andere Gemälde haben uns zur Interpretation und Diskussion angeregt. Und das obwohl wir zugegeben nicht viel Ahnung von Kunst haben. Wir wollten noch mehr sehen, deshalb haben wir uns abschließend die Sammlung des Würzburger Künstlers Wolfgang Lenz bestaunt. Auch seine Werke waren alles andere als langweilig. Besonders gut hat uns das Gemälde „Würzburger Totentanz“ gefallen, auf dem die Figuren der Alten Mainbrücke als Skelette dargestellt sind. Dieses Werk gedenkt des Bombenangriffs auf Würzburg.

„Vitamin C der Seele“

Die Zeit im Kulturspeicher empfanden wir beide als ein tolles Erlebnis. Man konnte dort nicht nur Kunst sehen, sondern auch erleben. Nach dem Besuch waren wir richtig gut drauf und fit für die bevorstehende Arbeit im Büro. Dabei haben wir verstanden: „Kunst ist das Vitamin C der Seele“ (Robert Jacobson).

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