Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Der stärkste Mann der Studienberatung

Studienbrater, Botschafter, Lehramtsstudent und Kraftsportler

Jobben in der Studienberatung, Botschafter bei „uni@school“, Lehramtsstudium in Biologie und Chemie und ein sehr trainingsintensiver Kraftsport: Für Julian Bickel ist das alles kein Problem. „Es macht einen wahnsinnigen Spaß“, sagt der 26-Jährige, der unlängst „Stärkster Mann der Kirchweih“ wurde.

Studium nach Ausbildung zum Laboranten

Der Unterfranke ist sehr glücklich über seinen Nebenjob: „Es hilft mir auch, mich auf meine zukünftigen Aufgaben als Lehrer vorzubereiten. Ich muss auf junge Menschen zugehen können, ihre Anliegen verstehen und auf ihre Bedürfnisse eingehen“, sagt Bickel. Er hat sich nach einer Ausbildung zum Laboranten und einigen Arbeitsjahren vor zwei Jahren zum Studium eingeschrieben: „Im Labor war es schon okay, aber eben nach der Zeit auch ein wenig eintönig. Es fehlte mir vor allem der soziale Aspekt und die Möglichkeit, meine Begeisterung zu teilen“, sagt Bickel.

Brennendes Interesse für seine Fächer

Deshalb ist er auch Botschafter für seinen Studiengang im „uni@school“-Programm der Uni Würzburg. „Ich stelle den Schülern mein Fach vor. Das kommt dem Lehrersein schon recht nah“, sagt Bickel. Bei „uni@school“ gehen die Studierenden direkt an die Gymnasien, stellen die Uni vor und beantworten Fragen. Dies hilft, die Basis für die Studienwahl zu verbessern. Julian brennt für seine Themen: „Zugegeben, es sind nicht die beliebtesten Fächer in der Schule. Doch was man im Studium über Prozesse auf der Erde, dem Zusammenspiel der Lebewesen und dem Leben im Allgemeinen erfährt, ist atemberaubend.“

Crossfit-Pionier in Würzburg

Den Atem raubte ihm Anfang September ein Kraftsport-Wettkampf: Er gewann einen kleinen „Strongmen“-Wettbewerb in Randersacker nahe Würzburg. Strongmen sind die Männer – oder auch Frauen – die sich unterschiedlichen, teilweise durchaus kurios anmutenden Kraftsport-Disziplinen messen. Auf der Kirchweih in Randersacker mussten die Kontrahenten unter anderem Gewichte eine möglichst weite Strecke tragen, einen schweren Traktor-Reifen „flippen“ und am Ende noch ein Auto mit Muskelkraft abschleppen.

Mehr Spaß als Anstrengung

Der Wettbewerb war aber mehr ein Spaß für Julian und sieben weitere Sportler des Vereins „Crossfit Würzburg“. Crossfit verbindet Gewichtheben, Sprinten, Eigengewichtsübungen und Turnen miteinander – Autos werden nicht gezogen. Ziel dieser Fitnesstrainingsmethode ist es, Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit, Beweglichkeit und Konzentration gleichzeitig zu schulen. „Der klassische Fitnessstudiogänger versteht vielleicht unter Fitness einen möglichst großen Bizeps. Wir widmen uns hingegen der gesamten Muskelkette des Körpers und schauen den Output an.

Training in der „Box“ 

Wer Crossfit einmal ausprobieren möchte, kann jederzeit bei Julian und seinen Kameraden vorbeischauen. Die „Box“ von „Crossfit Würzburg“, die Trainingshalle, befindet sich auf dem Bürgerbräu-Komplex in der Zellerau. „Wir sind ein ganz normaler Verein, da kann jeder mal vorbeikommen und trainieren“, sagt Julian. Man sollte sich jedoch vorher bei Trainer Piet anmelden. Der ist unter anderem auch Fitnesscoach der Zweitliga-Basketballer s.Oliver-Baskets.

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