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Rostock erlebt sein „grünes Wunder“ – DJK Rimpar bleibt Erster

Grüner Traum aus Rimpar

Ganz „Handball-Rimpar“ kommt sich derzeit vor wie in einem Traum, aus welchem man nicht aufwachen will, denn auch gegen die starke Sieben des HC Empor konnte man sich am Ende deutlich behaupten und ziert durch den klaren Heimsieg für eine weitere Woche die Spitze der zweiten Handball Bundesliga. Das Team von Jens Bürkle agierte einmal mehr wie aus einem Guss, leistete sich keine Schwächephasen und nur wenige Fehler und es ist beeindruckend, welche Entwicklung die „Hobbyhandballer“ aus Unterfranken seit ihrem ersten Zweitligaspiel vor nur zwölf Monaten aufzeigt.

12:10 Halbzeitführung für Rimpar

Gegen Rostock reichte dies in der Anfangsphase um stets auf Augenhöhe zu agieren, wobei die ersten Minuten klar die Torhüter auf beiden Seiten dominierten. Rostocks junger Tobias Malitz entschärfte die ersten drei Wölfewürfe, aber auch Brustmann hielt seinen Kasten sauber, so dass bereits knapp sechs Minuten gespielt waren, als DJK Kapitän Stefan Schmitt dann doch den Torreigen eröffnete. Die erste 2-Tore Führung für die Gastgeber markierte Sebastian Kraus zum 4:2, aber auch Rostocks Werfer hatten ihr Visier nun besser eingestellt. Tom Wetzel glich in der zwölften Minute aus und besorgte auch die erste 2-Tore Gästeführung in Minute zwanzig. Eine besondere Qualität scheint im Moment das Wölfespiel in Unterzahl zu sein. Schömig und Kaufmann glichen in einer solchen den Spielstand zum 10:10 aus und zwei weitere Kaufmann Treffer in der 30. Minute sorgten für die knappe Rimparer Halbzeitführung.

18:11 beflügelt Wölfe

Kamen die Wölfe schon in den letzten Partien jeweils gut in den zweiten Durchgang, war es an diesem Abend so etwas wie eine Sturmflut die nach Wiederanpfiff über die Hanseaten hereinbrach. Eine perfekt genutzte Überzahl wurde zum 15:11 und der weiter geführte Lauf der Wölfe zwang Gästetrainer Trtik bereits nach vier Minuten, beim 18:11, die grüne Karte zu ziehen, um seine Mannen neu einzustellen und einem Debakel zu entgehen. Doch eine kleine Vorentscheidung war gefallen, auch wenn die nun sehr offen deckende Empor Abwehr den Sturmlauf der Wölfe zunächst ins Stocken brachte.

925 Zuschauer erleben 31:23 Sensation

Eine doppelte Unterzahlsituation beendete Benedikt Brielmeier per Kempa zum 20:14 Zwischenstand, aber Rostock bäumte sich noch einmal auf. Becvar und Dethloff verkürzten zum 20:17 und es schien doch noch ein Krimi zu werden. Dagegen hatte allerdings Rimpars überragender Schlußmann etwas einzuwenden. Hinter einer Betonwand von Grün-Weißen Abwehrrecken, parierte er vier der nächsten fünf Wurfversuche der ersatzgeschwächten Gäste, schickte seinen Kumpel Sebastian Kraus auf die Reise und dieser brachte mit seinem siebten Tagestreffer zum 24:18 wieder einen beruhigenden Abstand auf die Anzeigetafel.

Die gut 900 Zuschauer in der tobenden Rimparer Handballhölle quitierten die Leistung ihrer Lieblinge bereits jetzt mit „Standing Ovations“ und die Wölfe hielten ihr Niveau am oberen Limit. Eine „zweite“ Garde scheint Bürkle in dieser Saison nicht zu haben, denn egal wen der Rimparer Coach ins Rennen schickte, fügte sich nahtlos ins Spielgeschehen ein und so feierten am Ende beim verdienten 31:23 Erfolg, 14 überglückliche Wölfe ausgelassen mit ihren Fans eine weitere Woche Tabellenführung.

Spitzenspiel gegen Nordhorn

Damit steht den Unterfranken in der kommenden Woche, beim Tabellenzweiten aus Nordhorn, ihr erstes Spitzenspiel der zweiten Bundesliga ins Haus. Die HSG Nordhorn-Lingen siegte am Vorabend deutlich beim TV Großwallstadt und hatte im Vorfeld der Saison wohl auch nicht den fünften Spieltag als „Gipfeltreffen“ im Kalender markiert.

Statistik

Rimpar: Brustmann, Madert – L. Spieß 1, Kraus 7/6, Schmitt 4, Schömig 1, Bötsch, Schäffer 1, Kaufmann 8, Drude, T. Spieß 1, Winkler, Brielmeier 5, Sauer 3.
Rostock: Massaro, Malitz – Becvar 3, Hövele, Dethloff 3, Gruszka 4/2, Flödl 2, Wetzel 7, Sadewasser, Papadopoulos 1, Hruscak 2, Zemlin 1.

Zeitstrafen: DJK 5 x 2min – HCE 4 x 2min
Siebenmeter: DJK 6/6 – HCE 3/2
Zuschauer: 925
Schiedsrichter: Oliver Dauben, David Rohmer
Spielfilm: 1:0, 2:2, 4:2, 4:4, 5:6, 6:8, 8:10, 10:10, 13:11 (Halbzeit); 15:11, 18:11, 19:13, 20:14, 20:17, 21:18, 24:18, 26:19, 29:20, 30:22, 31:23 (Endstand).

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