Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Zugangszahlen bei den Asylbewerbern steigen weiter dramatisch

WÜRZBURG. Der Regierung von Unterfranken werden ab sofort wöchentlich bis zu 150 Asylsuchende vom Landesbeauftragten zur Verteilung in Unterfranken zugewiesen. Nachdem die Kapazitätsgrenzen der von der Regierung vorgehaltenen Gemeinschaftsunterkünfte erschöpft sind, können Asylbewerber dort derzeit nur noch vereinzelt untergebracht werden. Die Regierung sieht sich daher gezwungen, den Landratsämtern und Kreisfreien Städten Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg in verstärktem Maße Asylbewerber nach bestimmten festgelegten Quoten zur Unterbringung zuzuweisen.

Vorsorgliche Unterkünfte aufgestellt

Die organisatorische Abwicklung der Zuteilung an die Landratsämter und Kreisfreien Städte erfolgt von der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg aus. Um den Asylsuchenden im Bedarfsfall bis zur Weiterfahrt an ihren neuen Bestimmungsort eine Aufenthaltsmöglichkeit bieten zu können, wurden gestern Nachmittag in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg vom Kreisverband Würzburg des Bayerischen Roten Kreuzes vorsorglich vier Zelte mit Zeltheizung und Beleuchtung aufgestellt.

Etwa 600 Asylbewerber in den nächsten vier Wochen

In den letzten vier Wochen wurden der Regierung von Unterfranken regelmäßig wöchentlich zwischen 80 und 100 Asylsuchende vom Landesbeauftragten zur Verteilung in Unterfranken zugewiesen. In den nächsten vier Wochen ist nach derzeitigem Stand mit insgesamt bis zu 600 weiteren Asylbewerbern in Unterfranken zu rechnen.

Die Einrichtung neuer Gemeinschaftsunterkünfte wird zwar von der Regierung mit äußerst großem Nachdruck betrieben, kann aber mit der dramatischen Entwicklung nicht Schritt halten. Deshalb ist die Regierung weiter auf der Suche nach „Notunterkünften“, in denen im Bedarfsfall vorübergehend Asylbewerber untergebracht werden können.

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