Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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2.278 neue Azubis gestartet

Ausbildungszahlen im Handwerk haben sich konsolidiert

Rund 2.300 junge Menschen haben sich für eine Karriere im unterfränkischen Handwerk entschieden. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres, Stichtag 31. August 2014, verzeichnet die Handwerkskammer für Unterfranken insgesamt 2.278 neu abgeschlossene Lehrverträge. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem leichten Plus von 0,3 %. „Nach einem Minus von über 6 % im vergangenen Jahr sind wir sehr froh, dass sich die Ausbildungszahlen im unterfränkischen Handwerk konsolidiert haben“, sagt Rolf Lauer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken.

800 freie Stellen

Aktuell sind in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer für Unterfranken noch über 800 freie Ausbildungsplätze verzeichnet, die sofort besetzt werden können. „Die Zahlen zeigen, dass die Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe nach wie vor sehr hoch ist und qualifizierte Fachkräfte im Handwerk dringend gebraucht werden“, so Rolf Lauer. „In über 70 Handwerksberufen gibt es noch freie Lehrstellen. Wer jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen möchte, sollte sich schnellstmöglich mit der Ausbildungsberatung der Handwerkskammer unter der unterfrankenweiten Hotline 0931 30908-3333 melden.“

Höher qualifizierte Azubis

Ungebrochen präsentiert sich der Trend, dass mehr höherqualifizierte Schülerinnen und Schüler ihre berufliche Karriere im Handwerk starten. Von den insgesamt 2278 neuen Lehrlingen haben 6,5 % die allgemeine Hochschulreife, 38,3 % den mittleren Bildungsabschluss. Die Berufsanfänger mit Hauptschulabschluss liegen bei 52 %. Vor sechs Jahren, 2008, stellte diese Gruppe noch über zwei Drittel aller neuen Lehrlinge. „Das ist zum einen eine Entwicklung, die der demographische Wandel mit sich gebracht hat, gerade was diejenigen mit Hauptschulabschluss betrifft, und zum anderen unsere steten und konsequenten Bemühungen, in Realschulen und Gymnasien für eine Karriere im Handwerk zu werben.“

Handwerk integriert Ausländer

Dass das Handwerk einen bedeutenden Anteil zur Integration von Ausländern in unsere Gesellschaft leistet, zeigt die Tatsache, dass zum 1. September Auszubildende aus über 50 Nationalitäten eine Ausbildung im Handwerk begonnen haben. Rolf Lauer: „Das Handwerk war, ist und wird auch in Zukunft ein starkes integratives Instrument sein. Denn nur wer beruflich integriert ist, kann sich auch in der Gesellschaft voll und ganz integrieren.“

Regionale Entwicklung

Der Blick in die einzelnen Regionen Unterfrankens fällt relativ homogen aus. Die Region Main-Rhön verzeichnet einen Rückgang von 1,2 %, die Region Würzburg von genau 1 %. Die Region Bayerischer Untermain kann sich dagegen über ein Plus von 4,1 % freuen. „Insgesamt sehen wir die Entwicklung positiv. Nach Jahren des Rückgangs konnte der weitere Fall gestoppt werden. Bis zum Ende des Jahres werden wir das Vorjahresniveau halten, da bin ich sehr zuversichtlich“, analysiert Rolf Lauer.

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