Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Suchtprävention: „Aufklärung gegen Tabak“

Erste Zigarette U18

90% aller Raucher greifen zu ihrer ersten Zigarette, bevor sie 18 Jahre alt sind. Dies ist einer der ersten Fakten, die die Schüler bei einem Schulbesuch von AGT Würzburg gelernt haben.

Studenten informieren

AGT steht für „Aufklärung gegen Tabak“ – ein Suchtpräventionsprojekt, bei dem Medizinstudierende in Schulen über die gesundheitlichen Gefahren und Folgen von Tabakkonsum aufklären. Gründer der Initiative ist Titus Brinker, ein Medizinstudent aus Gießen, der ein ähnliches Projekt bei einem Auslandsaufenthalt in den USA kennengelernt hatte. 2011 gründete er in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beirat AGT als Pilotprojekt in Gießen; mittlerweile engagieren sich rund 500 Medizinstudierende in Deutschland, Österreich und der Schweiz für AGT. Das Projekt stößt auf viel positive Resonanz. Selbst der damalige Gesundheitsminister Christian Bahr hat im August 2013 in einem öffentlichen Schreiben sein Lob und seine Anerkennung für das Suchtpräventionsprojekt ausgedrückt. Seit Juni 2014 ist AGT sogar Bundespreisträger und wurde im Bundeskanzleramt in Berlin ausgezeichnet. Weitere Informationen zu AGT sind auf der Internetseite www.gegentabak.de zu finden.

Lokalgruppe in Würzburg

Im Mai 2013 wurde in Würzburg eine AGT Lokalgruppe von Ramtin Emamgomeh und Laura Jung gegründet. Zusammen mit Friederike Dierkes und Valeria Brezezinski bilden sie das Organisationsteam. Jeder der vier Medizinstudenten hat ein bestimmtes Aufgabengebiet, die Schulbesuche halten die vier gemeinsam ab. Dafür suchen sie noch Unterstützung von weiteren Medizinstudenten egal welchen Semesters.

Seit der Gründung hat AGT Würzburg in 5 Klassen an Würzburger Gymnasien das Seminar abgehalten. Der Ablauf ist folgendermaßen: Zuerst erfahren die Schülerinnen und Schüler in einer PowerPoint-Präsentation allgemeine Fakten zum Thema Rauchen. Zum Beispiel, dass ein Raucher, der eine Schachtel Zigaretten pro Tag raucht, 1680€ im Jahr nur für seine Sucht ausgibt. Was aber ist eine Sucht überhaupt? Diese und andere Fragen werden später im Seminar ausführlich zusammen mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet. Auf die größte Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern stieß bisher die Aufgabe, eine eigene Anti-Rauch-Kampagne zu entwerfen. Bilder dieser Kampagne sind auf der AGT-Website zu sehen.

Nach Meinung der AGT Gründer könnte die Resonanz aber noch etwas positiver ausfallen. Interessierte Eltern oder Schulen dürfen sich gerne bei der Schulkoordinatorin Friederike Dierkes melden. Auch über ein „Gefällt mir“ der Facebook-Seite würden sich die vier freuen.

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