Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Safer Party“ – Initiative sorgt für „saubere“ Clubs in Würzburg

Friedliches Feiern

Beim letzten Odeon-Besuch ist uns ein kleiner Handzettel ins Auge gefallen. Davor hatten wir noch nie davon gehört, aber die Aktion hat doch unsere Aufmerksamkeit erregt. Würzburg will ein Zeichen setzen und zwar mit „Safer Party“. „Was, eine mit Kondomen und so?“, denkt Ihr Euch jetzt vielleicht. Nein, Safer hat in diesem Fall nichts mit Kondomen und Sex zu tun, sondern mit „Spaß statt Stress“ beim Feiern. Der Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Würzburg, die Polizeidirektion Würzburg, die Suchtpräventionsfachstelle des Diakonischen Werkes und die Verantwortlichen sogenannter jugendrelevanter Discotheken und Lokale im Raum Würzburg arbeiten gemeinsam gegen

  • Körperverletzung
  • Sachbeschädigung
  • Sexuelle Belästigung
  • Diebstahl
  • Nötigung

Was heißt das genau?

Das Konzept ist gar nicht mehr neu, die Aktion läuft nämlich schon seit 2007 in verschiedenen Würzburger Lokalen. Wer sich nicht benimmt, also z.B. handgreiflich wird, der fliegt raus. Das ist aber natürlich nicht alles, darüber hinaus gibt es Hausverbot. Wer besonders unangenehm auffällt, bei dem verhängt die Polizei ein überörtliches Hausverbot. Das heißt, man kommt in keines der teilnehmenden Lokale, u.a. Odeon, Studio und Zauberberg, mehr rein. Durch die Aktion sollen Störenfriede ausgeschlossen und der Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen eingeschränkt werden. Eine Art schwarze Liste unter den Partygängern also.

Distanz zur Randale

Hier wird auch bei kleineren Delikten nicht locker gelassen. Wo die Polizei nichts ausrichten kann, da kommen aber die Anwälte für Mitglieder der „Safer Party“ ins Spiel. „Wir distanzieren uns ausdrücklich von Krawallmachern, die uns und unserer Nachbarschaft das Leben unnötig erschweren, schließlich wollen wir ein gutes Miteinander – sowohl mit unseren Gästen, als insbesondere auch mit unseren Nachbarn“, begründete Rainer Müller, Vorstandsmitglied der BHG-Kreisstelle Würzburg, schon damals die Initiative.

Das Projekt soll überdies eine Alternative zur Sperrzeit darstellen. Werden in anderen Städten, wie etwa Bamberg oder Deggendorf, wieder Sperrzeiten eingeführt und damit einem Teil der Nachtkultur „das Licht ausgemacht“, können durch „Safer Party“ Randale und Lärm in Schach gehalten werden.

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