Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Autokran stürzt auf Einfamilienhaus

Eingeklemmter Passant nur leicht verletzt

DETTELBACH OT BIBERGAU, LKR. KITZINGEN. Ein schwerer Autokran ist am Freitagmorgen in Schräglage geraten und umgestürzt. Der Kranarm schlug dabei in ein Einfamilienhaus ein. Ein zufällig anwesender Radfahrer wurde von dem kippenden Kran erfasst und zu Boden geschleudert. Der Fall des Kranes wurde zum Glück noch rechtzeitig durch die Bebauung gestoppt, der Radfahrer konnte sich leicht verletzt aus der Lücke zwischen Gehweg und Kran befreien. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Der Kranfahrer erlitt einen leichten Schock. Bei dem Unfall sind erhebliche Sachschäden, vermutlich im sechsstelligen Bereich, entstanden.

Kranarm kracht in Hausdach 

Arbeiter einer Dachdeckerfirma und der Kranführer waren gegen 09:00 Uhr damit beschäftigt, einen stationären kleineren Kran von der Straße über eine Gartenmauer in ein Grundstück in der „Kalten Grube“ zu heben. Der große Autokran hatte den kleinen schon fast aufgesetzt, als das schwere Fahrzeug sich plötzlich mit seiner Last in Richtung Grundstück neigte. Der kleine Kran fiel aus geringer Höhe auf den Boden, der Arm des Autokranes krachte aber direkt in das dahinterliegende Einfamilienhaus und schlug regelrecht eine Schneise in den Dachstuhl. Sowohl auf dem Grundstück als auch in anderen Teilen des Hauses hielten sich zum Zeitpunkt des Unfalles zwar Menschen auf, sie wurden jedoch nicht verletzt.

Zwischen Kran und Gartenmauer geraten

Kurz vor dem Sturz des Autokrans hatte ein 79-jähriger Passant die Szenerie beobachtet. Er war gerade im Begriff, auf dem Gehweg vor dem Anwesen, sein Fahrrad schiebend, weiterzugehen, als er zwischen den umfallenden Kran und die Gartenmauer geriet. Er wurde vom Kran umgeworfen und kam wie durch ein Wunder nur leicht eingeklemmt zwischen dem Kran, dem Gehweg und der Gartenmauer zum Liegen. Dabei erlitt er nach den ersten Feststellungen der Polizeiinspektion Kitzingen lediglich Schürfwunden und Prellungen. Nachdem er sich selbst befreien konnte, wurde er vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Der Kranführer erlitt einen leichten Schock, er musste aber nicht stationär behandelt werden.

Ermittlungen laufen

Ein Sachverständiger des Gewerbeaufsichtsamtes hat bereits an der Unfallstelle mit den erforderlichen Ermittlungen begonnen, ebenso die Polizeiinspektion Kitzingen.

Gegenstand der Untersuchungen ist nun unter anderem die Unfallursache, außerdem soll im Laufe der Ermittlungen auch die Schadenshöhe festgestellt werden. Die Bergung des umgestürzten Kranes erweist sich als schwierig, inzwischen wurde bereits ein dritter Mobilkran angefordert, um das schwere Fahrzeug aufzurichten.

 

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