Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Umweltzone für die Stadt Würzburg?

Gutachten „Feinstaubuntersuchung“

Würzburg hat eine hohe Feinstaubbelastung, besonders in Bezug auf Stickoxide. Dies ergab das Gutachten „Feinstaubuntersuchung“ der Stadt Würzburg. Der Umwelt- und Planungsausschuss sowie OB Christian Schuchardt erwägen nun eine Umweltzone, die endgültige Entscheidung soll der Stadtrat treffen.

Einzelne Maßnahmen, wie etwa eine Ausweitung der Tempo 30-Zone oder Durchfahrtsverbote für Lkws, würden zu keiner erheblichen Minderung der Schadstoffe führen. Eine Bündelung verschiedener Richtlinien wäre sinnvoll. Tempo 30 fast im gesamten Stadtgebiet und ein Durchfahrtsverbot auf dem Mittleren Ring – diese gehören zu den wichtigsten Forderungen von Oberbürgermeister Schuchardt.

Basis Tempo 30

Tempo 30 solle in der Stadt die Basis bilden, Tempo 50 solle auf einige Vorrangstraßen, auf denen es notwendig und sicher ist, beschränkt werden. Auch die Aussperrung des LKW-Durchgangsverkehrs sei zu erwägen.

Zu eindeutigen Grenzwertüberschreitungen kam es im Stadtgebiet unter anderem am Rennweg, der Theaterstraße und der Textorstraße, aber auch in der Schweinfurter Straße und der Grombühlstraße. In diesen Gegenden gibt es ein besonders hohes Verkehrsaufkommen, vor allem in Form von Bus- und Lkw-Verkehr.

VCD: Verbesserung des Öffentlichen Verkehrssystems notwendig

Besonderen Einsatz bezüglich dieser Thematik zeigt der ökologische Verkehrsclub (VCD), der dazu auffordert, die Menschen in Würzburg vor den Gefahren des Feinstaubs zu schützen. Laut des Gutachtens seien wesentlich mehr Menschen krankmachenden Emissionen ausgesetzt, als bislang erwartet. Weniger Lärm, weniger Unfälle, weniger Schadstoffe – all dies würde für die Durchführung der Maßnahmen sprechen, so der VCD.

Darüber hinaus stehen auch einige mittel- bis langfristige Forderungen wie der Ausbau des Straßenbahnnetzes, hier aktuell die rasche Realisierung der Linie 6, aber auch weitere Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere aus dem Umland, und endlich eine gezielte Förderung des Radverkehrs in den Empfehlungen für die Stadt Würzburg. Denn nur durch die Verlagerung des Verkehrs kann die Luftqualität dauerhaft verbessert werden.

Der Stadtrat muss jetzt seiner Verpflichtung für die Gesundheit der Bürger nachkommen und die Ergebnisse des Gutachtens zeitnah umsetzen, fordert der VCD Mainfranken-Rhön.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT