Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

FHWS: Möbel aus Beton

Architektur-Studierende erstellten verschiedene Möbel und Lampen aus dem Baustoff Beton

Beton hat meist den Ruf, hart, kalt, schwer, „brutal“ zu sein. Dass man mit dem Material in Sichtbeton-Verarbeitung auch Design-Möbel oder Lampen herstellen kann, auf die Idee kommen nur wenige. Vierzig Architektur-Studierende der Hochschule Würzburg-Schweinfurt unter der Leitung von Professor Karl Zankl stellten an der Hochschule und in einem Betonwerk in Kitzingen Möbel aus Beton her. Zwei Bedingungen müssen die Objekte erfüllen: Sie sollen zum einen von den Studierenden für den Eigengebrauch konzipiert werden, und sie müssen von maximal zwei Personen zu tragen sein, denn Beton wiegt 2500 kg pro Kubikmeter.

Die Studierenden setzten ihre Entwürfe von Stühlen, Tischen, Regalen, Waschbecken, Lampen und weiteren Gebrauchsgegenständen um und gossen selbstverdichtenden eingefärbten Spezialbeton in Schalungen aus Styropor und Holz. In einem zweiten Gang wurden mit Akkuschraubern, Stemmeisen und Skalpellen die Werke aus ihren Schalungen herausgearbeitet – nicht immer kamen die gewünschten Exponate zum Vorschein, manches Stück zerbrach. Die Betonmöbel werden nun weiter verarbeitet – es werden Grate entfernt, die Oberflächen geölt, gewachst oder beschichtet, Stahlfedern in Stühle eingebaut, etc.

Von der Bauindustrie gefördert

Seit fünf Jahren ist Professor Zankl mit seinen Studierenden vom Unternehmen Lenz-Ziegler-Reifenscheid in Kitzingen eingeladen zum Möbelgießen. Das Praxisseminar ist Bestandteil des Fachs Baukonstruktion und des Wahlpflichtfachs Sichtbeton im Architekturstudium. Es wird von der Betonindustrie gefördert. Gunther Weber, Gebietsleiter von Beton Marketing Süd, steht seit Jahren bei der Betreuung des Projektes mit Rat und Tat den Studierenden zur Seite. Die Betonmöbel können die Studierenden im Anschluss an das Projekt behalten.

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