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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Beleuchtung für den Fußweg ins Frauenland

Der Weg in die Dunkelheit

Für viele Studierende am Campus Hubland Süd ist das (siehe erstes Foto) der Weg nach Hause. Und der Weg in die Dunkelheit. Entlang der Drachenwiese, dem Philosophiegebäude und dem Wohnheim Am Galgenberg stellt er die kürzeste Verbindung zur Philosophischen Fakultät II und in die Stadt dar, weshalb er stark genutzt wird.

Allerdings führt er durch einen kleinen Grünstreifen von etwa 300 Meter Länge, der wegen des Baumbewuchses links und rechts im Winter bereits ab 17 Uhr in völliger Dunkelheit liegt. Nutzer des Weges bestätigen, dass man entgegenkommende Personen dann erst auf sehr kurze Distanz überhaupt bemerkt, weil keine Beleuchtung existiert.

Zustand für Anlieger nicht tragbar

Die Fachschaft Phil I, deren Studierende den Weg stark frequentieren, sah darin ein Problem. Bestätigt wurde sie dabei von zahlreichen Stimmen aus dem benachbarten Galgenberg-Wohnheim. Diese meinten, dass insbesondere die weiblichen Bewohner den Weg bei Dunkelheit gänzlich mieden oder nur in Begleitung nutzten.

Die dahinterstehenden Sicherheitsbedenken der Anwohner und Studierenden mögen zwar subjektiv sein, da bisher keine Vorfälle bekannt geworden sind, aber sie haben auch ihre Berechtigung, wie uns die Fachschaft auf Anfrage mitteilte: “Wir wurden in den vergangenen Jahren mehrfach gebeten, wachsam zu sein, da es im Bereich des Hubland-Campus Hinweise auf einen Spanner gab, der bisher noch nicht gefasst werden konnte.”

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Auch für Radfahrer kaum nutzbar

Neben der Beleuchtung wird der Weg auf den relevanten 300 Metern auch einen neuen Bodenbelag bekommen. Dies ist vor allem sinnvoll, weil der bisherige Schotter regelmäßig weggespült wurde und ersetzt werden musste. Aber auch für zahlreichen Fahrradfahrer, die den Weg nutzen, dürfte das eine gute Nachricht sein: Auf dem Kies wegzurutschen, ist dann ausgeschlossen.

Stadt bringt Licht ins Dunkel

Die beiden Maßnahmen werden die Stadt Würzburg, der das betroffene Teilstück des Weges gehört, etwa 75.000 Euro kosten. Dies scheinen die Maßnahmen der Stadtverwaltung aber Wert zu sein, denn schon bei der ersten Kontaktaufnahme durch die Fachschaft Phil I seien positive Signale ausgesendet worden. Bei einem weiteren Treffen vor Ort waren die Planungen der Bauverwaltung soweit gediehen, dass die Kosten beziffert werden konnten und klar war, dass künftig zwei Laternen für das nötige Licht sorgen werden, sofern die Stadt die Maßnahme nachträglich in den Haushalt aufnimmt.

Dies sicherte Oberbürgermeister Christian Schuchardt dem Fachschaftssprecher der Philosophischen Fakultät I, Stephan Hemmerich, am 1. April 2014 zu. Kurze Zeit später kam auch die offizielle, schriftliche Bestätigung, dass die Bauarbeiten noch in dieser Jahreshälfte beginnen werden. Die Studierenden und Anwohner können sich voraussichtlich ab Beginn des Wintersemesters auf einen besser ausgeleuchteten und geteerten Weg freuen dürfen.

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